Verbene: Anbau

Zwei Sträucher der Gattung Verbene Scarlet

Verbene: Anbau

Von Charlotte Schwalb

Die Verbene eignet sich hervorragend für Balkone und Terrassen. Für das Freiland sind nur wenige Sorten geeignet, da der Großteil der Sorten den europäischen Winter nicht überlebt.

Standort

Die Verbene liebt es sonnig bis halbschattig, ob auf dem Balkon oder im Garten. Steht sie zu schattig, verkümmert sie. Es ist sinnvoll, hochwachsende Verbenen eher windgeschützt zu stellen.

Tipp: Hohe Sorten passen gut in den Garten, niedrigere eher auf Balkon oder Terrasse.

Boden

Die anspruchslosen Stauden fassen schnell Fuß. Sie bevorzugen einen durchlässigen nährstoffreichen und feuchten Boden.

Anbau

Kleine Verbenen in einem Topf

Der beste Zeitpunkt Verbenen vorzuziehen liegt zwischen Ende Februar und April.

Niedrigwüchsige Arten eignen sich hervorragend zur Bepflanzung von Schalen und Blumenkästen. In Verbindung mit anderen höher wachsenden Balkonblühern wie Geranien oder Petunien, die ähnliche Ansprüche an den Standort stellen, sorgen Hängeverbenen mit ihrem stark verkrautenden Laub für einen wunderbaren Akzent.

Beim Pflanzen den Wurzelballen vorher in einem Wassergefäß sich gut vollsaugen lassen. Dann ein Pflanzloch graben, das doppelt so groß ist wie der Wurzelballen. Für schnellen und gesunden Wuchs der hungrigen Pflanze den Aushub mit Kompost, Hornspänen oder- mehl anreichern.

Ein paar Tipps für die „Aber-Trotzdem-Überwinterung“

Nach der Blüte im Herbst, die Verbene bodennah zurückschneiden. Mit einer dicken Schicht aus Laub, Stroh oder Reisig abdecken. Sollten Sie Ihre Verbene in Pflanzgefäßen halten, dann stellen Sie sie in einen hellen frostfreien Raum. Alternativ können Sie sie auch in eine geschützte Ecke, auf einen Holz- oder Styroporblock stellen und mit einem Winterschutz umhüllen. Aber nicht vergessen: Sie sollten nicht austrocknen, etwas Wasser brauchen sie ab und zu auf jeden Fall.

Verbene im Plastiktöpfchen

Am besten halten Sie die Pflänzchen an einem hellen Ort mit Temperaturen nicht über 12 Grad Celsius.

Aussäen und Vorziehen

Verbenen lassen sich gut zwischen Herbst und Frühjahr aussäen. Wenn die Samen im Herbst oder Winter in die Erde kommen, werden sie einem notwendigen Kältereiz ausgesetzt. Dieser regt den Keimprozess der Kaltkeimer an. Werden die Samen im späten Frühjahr gesät, ist es sinnvoll, sie einem künstlichen Kältereiz zum Beispiel im Kühlschrank auszusetzen.

Der beste Zeitpunkt sie vorzuziehen liegt zwischen Ende Februar und April. Im Handel können Sie problemlos Samen verschiedener Sorten bekommen.

Wenn Sie die Samen ein paar Stunden in den Kühlschrank legen, keimen sie nachher schneller aus. Dann in ein entsprechendes Pflanzgefäß oder einem Minigewächhaus aussäen. Ideal ist eine Zimmertemperatur von 20 Grad Celsius. Schon nach zwei bis drei Wochen zeigt sich der erste Nachwuchs, der dann „pikiert“(vereinzelt) werden sollte.

Haben die Jungpflanzen eine Wuchshöhe von circa acht Zentimetern, „entspitzen“ Sie sie. Das bedeutet, die Keimblätter vorsichtig mit den Fingern abzutrennen. Dann verzweigt sich die Jungpflanze und schießt nicht nur in die Höhe. Am besten halten Sie die Pflänzchen an einem hellen Ort mit Temperaturen nicht über 12 Grad Celsius. Bis Mitte Mai haben die jungen Verbenen erfahrungsgemäß ein eigenes Wurzelsystem gebildet und können im Beet oder Pflanzgefäß ausgepflanzt werden.

Direkt ins Beet sollten sie erst nach den letzten Frösten Mitte Mai, ob als Pflänzchen oder als Saatgut.

Verbenenkalender als PDF

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Wann ist die beste Zeit zum Pflanzen, Düngen, Schneiden und Ernten? In unserem Kalender gibt es alle Termine auf einen Blick zum Abspeichern und Ausdrucken.

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Stand: 02.05.2019, 12:00