Rosen: Anbau

Das Bild zeigt wie ein Mann seine roten Rosen pflegt.

Rosen: Anbau

Von Charlotte Schwalb

Der richtige Standort, die beste Erde und die perfekte Pflanzzeit - mit unseren Tipps können sie selber Rosen auf Balkon oder im Garten anbauen.

Standort

Die Rose ist eine Sonnenanbeterin und fühlt sich an warmen, sonnigen und luftigen Plätzen am wohlsten. Die meisten Sorten bevorzugen einen vollsonnigen Standort. Aber trotz Sonne hat die Diva noch Sonderwünsche, zu mindestens, wenn sie auf überdachten Terrassen steht oder an Südwände gepflanzt wird, da sich dort Hitze stauen kann. Durch die Reflexion der Sonnenstrahlen entsteht sehr heiße, trockene Luft, die das Auftreten von echtem Mehltau und Spinnmilben begünstigt. Daher besser solche Pflanzorte vermeiden.

Einige Arten gedeihen aber auch im Halbschatten, so wie rankende Varianten der Bodendecker-, Rambler- oder Wichuriana-Rosen. Aber selbst diese brauchen mindestens 5 Stunden Sonne am Tag. Für solche Kletterrosen empfehlen sich Rankhilfen wie Zäunen, Bäume oder Gerüste. Auch im Beet hat die Rose gestiegene Ansprüche: Sie braucht ausreichend Platz. Wird sie von anderen Pflanzen bedrängt, kann die Luft nicht ausreichend zirkulieren. Dadurch erhöht sich die Gefahr eines Befalls mit Pilzinfektionen.

Das Bild zeigt eine weiß blühende Venusta Pendula Kletterrose.

Rankrose

Boden

Da Rosen Langwurzler sind brauchen sie einen tiefgründigen, gut durchlüfteten und lockeren Boden. Optimal ist eine Mischung aus Lehm, Humus und Sand. Hier werden Nährstoffe und Wasser gut gehalten bei gleichzeitiger Durchlässigkeit. Zu schwere oder tonhaltige Böden kann man mit einer Beimischung von Sand oder Gesteinsmehl verbessern und zu sandige Böden mit speziellen Bodenverbesserern aus Lehm oder Kompost.

Pflanzzeit

Die Pflanzzeit im Herbst erstreckt sich von Oktober bis zum Eintreten länger anhaltenden Frostes, meist bis Ende November oder Anfang Dezember.

Rosen haben sich an die dunkle Jahreszeit angepasst und antworten darauf mit einer Art Winterschlaf. Um sich auf diesen Winterschlaf und das Erwachen im Frühjahr vorzubereiten, zieht die Rose Nährstoffe und Vitamine aus dem Laub und lagert es in Holz und Wurzel ein. Sobald sie ihr Laub abgeworfen hat tritt die Ruhephase ein. Das ist der beste Zeitpunkt sie zu verpflanzen oder erstmalig anzupflanzen.

Einpflanzen

Wurzelnackte Rosen (ohne Erdballen) werden vor dem Pflanzen für einige Stunden ins Wasser gelegt, damit sie sich vollsaugen können. Am besten steht sie bis zur Veredelungsstelle im Wasserbad. Die Veredelungsstelle ist der verdickte Abschnitt oberhalb der Wurzel, an dem die Triebe austreten. Als Faustregel gilt: Je später Sie die Rose pflanzen, desto länger sollte sie im Wasserbad stehen.

Beim Einpflanzen besser keinen Kompost verwenden, der kann chemische Nährsalze produzieren und damit der Jungpflanze Wasser entziehen. Das muss nicht - kann aber passieren. Wirklich sinnvoll ist die Kompostbeigabe erst im zweiten oder dritten Jahr, wenn die Pflanze sicher im Boden verwurzelt ist.

Für das Pflanzloch einen Durchmesser von mindestens 40 cm und eine Tiefe von 40 cm einplanen, damit die Rose ihre Wurzel tief verankern kann. Da die Rose sich nicht so gut gegen Konkurrenten durchsetzt, ist es sinnvoll, stark wachsenden Stauden, wie z.B. Lavendel mit einem Abstand von 60 cm zu pflanzen.

Bevor sie pflanzen, Triebe und Wurzeln mit einer scharfen Gartenschere auf 20 cm kürzen. Das Pflanzloch mit Rosenerde auffüllen und mit den Händen festdrücken. Man kann zur besseren Durchlüftung auch noch Lavagranulat beigeben. Beim Einpflanzen daran denken: den Veredlungspunkt mit Erde bedecken, danach gut wässern und mit Rinde mulchen.

TIPP: Pflanzen sie ihre Rosen besser nicht dort, wo früher schon Rosen gestanden haben. Das kann bei der Rose zu Wuchsdepressionen führen. Und traurige Rosen bilden eben auch traurige Blüten.

Das Bild zeigt zwei Rosenpflanzen in Töpfen.

Wenn man Rosen in Töpfen anpflanzen möchte, sollte der Topf groß genug sein.

Topfrosen

Rosen eignen sich gut für Töpfe oder Kübel. Wichtig nur: einen Mindestdurchmesser von 30 cm und eine Tiefe von 40 cm sollte der Topf schon haben.

Wichtig: Auf Drainage achten! Einfach eine Tonscherbe auf das Abflussloch legen. Als Substrat am Besten eine Schicht Blähton und Rosenerde verwenden. Und zum Vermeiden von Staunässe den Topf auf kleine Füßchen stellen. Dann dürfte eigentlich nichts mehr schief gehen.

Tipp: Auch Rosen im Topf wachsen besser an, wenn Sie sie vorher wässern. Den Topfballen vor dem Pflanzen so lange ins Wasser tauchen, bis er absinkt und keine Blasen mehr aufsteigen.

Rosenkalender als PDF

Das Bild zeigt einen Screenshot eines PDF-Dokuments.

Wann ist die beste Zeit zum Pflanzen, Düngen, Schneiden und Ernten? In unserem Kalender gibt es alle Termine auf einen Blick zum Abspeichern und Ausdrucken.

Stand: 02.05.2019, 12:00