Kamelie: Sorten

Das Bild zeigt einen roten und einen weißen Kamelienbusch.

Kamelie: Sorten

Von Daniela Charlotte Schwalb

Dank Züchtungen gibt es bei den Kamelien eine unglaubliche Vielfalt: weltweit geht man insgesamt von ca. 40.000 Sorten aus. Wir verraten die schönsten für jede Jahreszeit.

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Eins der erstaunlichsten Talente der Kamelie ist ihre Fähigkeit, andere Blütenformen zu imitieren. Ob Malve, Rose, Seerose, Dahlie oder Anemone - allein sechs Grundformen beherrscht sie bei den Blüten. Und auch bei Blättern und Wuchsformen gibt es zig Mutationen.

Allein die Gattung Camellia, die zur Familie der Teegewächse gehört, umfasst gut 300 Arten. Je nach Art können sie bis zu 25 Meter hoch werden und sind extrem langlebig. In China gibt es Exemplare, die auf über 1.000 Jahre geschätzt werden. Weltweit geht man insgesamt von circa 40.000 verschiedenen Kamelien-Sorten aus, wilde wie auch hybride, also Zuchtformen.

Die zahlreichen Sorten unterscheiden sich vor allem durch die Blüten, aber auch durch Wuchs- und Blattform. Die Größe der Blüten variiert von 2 cm (sehr klein) bis zu 25 cm (sehr groß). Es gibt einfache, halbgefüllte, anemonenförmige, päonienförmige, rosenförmige und vollständig gefüllte Blüten. Auch ihre Farbskala reicht von weiß und gelb über rosa bis hin zu dunkelrot, von uni über gefleckt bis gestreift.

Winterharte Sorten für Garten und Terrasse

Das Bild zeigt Keramien im Garten.

Auch wenn die Kamelie zu den immergrünen Pflanzen gehört, sind nicht alle winterhart. Welche Kamelie winterfest ist, lässt sich nicht wirklich eindeutig beantworten. Das hängt stark vom Klima und ihrem Umfeld ab.

Zu den garantiert winterharten Sorten zählen die japanischen Sorten der Higo-Kamelien. Frostharte Sorten gibt es in jeder Farbe, ob in rosa wie die "Donation", die feurig rote "Ascona" oder die britischen kleinblütigen Züchtungen "Cornish Spring" oder "Cornish Snow" in weiß oder dunkelrosa. Bei den winterharten Herbstblühern sind empfehlenswerte Sorten der "Ackermann Hybriden" oder der "Camelia Sasanqua" wie die Narumigata.

Unser Tipp: Wenn Sie über viele Monate blühende Pflanzen haben möchten, können Sie mit einer Mischung aus Herbst und Frühjahrsblühern die Blütezeit ausdehnen. Zeitlich eingeordnet wird die Blütezeit in Frühblühende (von Oktober bis Januar), Mittelfrühe (von Januar bis März) und Spätblühende (von März bis Mai).

Herbstblüher

Das Bild zeigt eine rot blühende Kamelie aus dem Herbst.

Bei einigen Wildarten der Herbstblühenden Kamelie (Camellia sasanqua) und anderen ab Winter blühende Arten duften die Blüten leicht. Oft starten die Herbstblühenden schon ab Oktober mit ihrem Blütenwunder und sind insgesamt zierlicher im Aufbau als die im Frühjahr blühenden Kamelien. Zu diesen früh- bis mittelfrüh blühenden Sorten gehören:

  • die Ackermann Hybriden
  • Narumigata
  • Berenice Boddy
  • Beatrice Emily
  • Mariotti Bacchi
  • California Sunrise
  • Rubra
  • Camellia Reticulata
  • Winters Snowman

Frühjahrsblüher

  •  April Dawn
  •  „Spring's Promise
  • Camellia japonica "Ace of Hearts
  • Bella Romana
  • Brushfields Yellow
  • Camellia hiemalis (auch Schneekamelie genannt)

Garantiert winterhart

Dezente winterharte Sorten sind die britische „Cornish Spring“ und „die Cornish Snow“. Zu den auffälligen Sorten mit großen Blüten und knalligen Farben gehören japanische Higo-Kamelien, wie die „Shugetsu“ oder die „Ashai No Minato“.

Stand: 02.05.2019, 12:00