Kamelie: Anbau

Das Bild zeigt wie jemand Laub an die Wurzeln einer Kamelie legt um sie vor dem Winter zu schützen.

Kamelie: Anbau

Von Daniela Charlotte Schwalb

Kamelien sind keine Zimmerpflanzen. Damit sie draußen ihre volle Blütenpracht entfalten, geben wir hier Tipps und Tricks zum Anbau.

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Kamelien brauchen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Große Hitze mögen sie eher nicht. Inzwischen gibt es schon viele Sorten die winterhart sind. Allerdings sind Alter und Standort wichtige Faktoren zum gesunden Überleben der Kamelie.

Der ideale Standort

Ob im Kübel oder direkt in den Garten gepflanzt - wichtig ist, dass sie an einem windgeschützten halbschattigen Standort in Ost- oder Westlage ausgepflanzt werden, da Kamelien sehr empfindlich auf die harte Wintersonne reagieren. Als ideale Plätze gelten Mauern oder Bäume, die Schatten spenden. Um die Wurzeln vor dem Austrocknen und der Kälte zu schützen einfach eine Mischung aus Eichenlaub und Tannenreisig über die Wurzeln streuen.

Unser Tipp: Wenn Sie Ihre Kamelien in ein Staudenbeet pflanzen, haben Sie den Vorteil, dass durch das abgestorbene Blattwerk der Stauden auch der Wurzelballen der Kamelie im Winter noch einmal zusätzlich vor Frost geschützt wird.

Auspflanzen oder Reinstellen im Winter

Kamelien werden nach dem 16. März und maximal bis zum 30. Juli ausgepflanzt. Nur in den Boden eingewurzelte Pflanzen haben gute Überwinterungschancen.

Unabhängig von der Sorte, eignen sich Kamelienpflanzen erst ab einem Alter von mindestens vier Jahren zum Auspflanzen. Sie sollten kräftig verholzt und gesund sein. Als Faustregel gilt: Je älter Kamelien sind, desto robuster sind sie auch.

Das Bild zeigt eine eingepflanzte Kamelie.

Kamelien in Töpfen oder Kübeln bringt man bei Temperaturen von unter -5 Grad Celsius in einem frostfreien hellen, kühlen und gut gelüfteten Raum unter. Um eine höhere Luftfeuchtigkeit zu erreichen, werden sie häufiger besprüht. Sobald eine frostfreie Periode kommt, einfach wieder ins Freie stellen. Und nicht vergessen: Auch Topfkulturen brauchen Wasser. Also immer mal wieder gießen.

Unser Tipp: Sie können Ihre Kübel auch in ein Erdloch versenken. So bleibt der Wurzelballen zumindest im unteren Bereich frostfrei und die Kamelie kann trotzdem draußen überwintern. Das Erdloch können Sie mit Mulch jeglicher Art auffüllen.

Das Geheimnis des perfekten Bodens

Die Kamelie ist, was ihre Bodenansprüche angeht, vergleichbar mit Rhododendron. Daher entweder einfach Rhododendronerde im Gartencenter kaufen oder selbst mischen.

Dazu unser Tipp: Jeweils zwei Anteile Kokosfasern, Rindenkompost, Torf und Perlite (aufgeschäumtes Lavaglasgestein zum Lockern der Erde) mit Blumenerde mischen. Beim Einpflanzen - ob in den Garten oder in den Kübel - die Kamelie nicht zu tief pflanzen, da sie ein Flachwurzler ist. Sie mag es, wenn ihre Wurzeln noch ein bisschen aus der Erde schauen können. Fertig.

Stand: 02.05.2019, 12:00