Johannisbeere - Sorten

Das Bild zeigt Johannisbeeren.

Johannisbeere - Sorten

Von Charlotte Schwalb

Erst Ende des 15. Jahrhunderts wurde die rote Johannisbeere kultiviert. Aus den Kreuzungen gingen zahlreiche Sorten hervor, die wir heute im Garten haben.

Die richtige Sortenwahl

Da Johannisbeeren Selbstbefruchter sind, lässt sich der Ernteertrag steigern, indem man mindestens zwei unterschiedliche Sorten anpflanzt. Wie bei anderen Beerenfrüchten können sie auch bei der Johannisbeere dafür sorgen, dass sie mit robusten und leckeren Früchten durch die ganze Saison kommen.

Unser Tipp: Einfach eine Mischung aus früh-, mittel- und spättragenden Sorten.

Rote Johannisbeeren

... sind meistens etwas säuerlich. Wir stellen Ihnen folgende Sorten vor:

Das Bild zeigt Johannisbeeren.
  • Jonkheer van Tets: Die frühe Sorte hat einen starken Wuchs und lange rote Trauben. Sie trägt reich und regelmäßig mit großen, wohlschmeckenden Beeren. Sie ist geeignet für den Sofortverzehr und Gelee. Allerdings ist sie empfindlich gegen Spätfrost und neigt dann zu Verrieselung, das heißt sie verliert Blüten.
  • Rovada: Sie hat sehr lange Trauben mit sehr großen Beeren in mittelroter Färbung. Sie ist sehr aromatisch und die Beeren können lange Zeit am Strauch hängen bleiben. Sie sind ideal für den Sofortverzehr.
  • Heinemanns Spätlese: Die späte Sorte hat lange, dicht besetzte Trauben mit hellroten Beeren mit vielen Samen. Auch wenn sie recht sauer ist, schmeckt sie gleichzeitig aber auch ungemein aromatisch. Das haben auch Vögel entdeckt, daher sollten Sie sie mit Hilfe vor Netzen vor diebischen Mitessern schützen. Die Sorte kann ihre Früchte bis spät in den September halten.

Übrigens: rote Johannisbeeren müssen nicht sofort geerntet werden. Sie halten sich noch lange am Strauch.

Schwarze Johannisbeeren

...galten schon immer auch als Heilmittel. Am liebsten wurden sie aber zu Marmelade, Likör oder Saft verarbeitet. Außerdem eignen sie sich hervorragend zum Einfrieren.

Wenn Sie die ganze Saison hindurch schwarze Johannisbeeren im Garten haben möchten, wäre unser Sortentipp:

Das Bild zeigt Johannisbeeren.
  • Hedda: reift ab Mitte/Ende Juni und entwickelt mittelgroße Früchte mit süßem aromatischen Geschmack. Sie ist ideal für Obstsalate, Desserts und prima zum Backen
  • Ometa: reift ab Mitte Juli und hat sehr süße, mild-aromatische Früchte, mit langen Trauben und mittelgroßen Beeren. Sie ist sehr robust gegen Krankheiten.
  • Black Pearl: reift Ende Juni / Anfang Juli. Gilt als mittelspäte Sorte mit süßem aromatischem Geschmack und großen Beeren.

Weiße Johannisbeeren

...sind eine Zuchtform der roten und keine eigene Sorte. Wer ihre mildere Säure gegenüber den roten bevorzugt, der macht alles richtig, wenn er folgende Sorten anpflanzt:

Das Bild zeigt eine weiße Johannisbeere
  • Bar le Duc: eine aus Lothringen stammende Kostbarkeit. Man nennt sie dort auch „falscher Kaviar“. Die aus ihr gekochte Marmelade ist eine der teuersten der Welt. Das weißlichgelbe Edelfrüchtchen reift früh, ab Mitte Juni, sorgt für einen hohen Ernteertrag. Die Trauben sind mittellang, ihre Beeren mittel bis groß und dicht sitzend, sie ist leicht säuerlich und sehr robust.
  • Blanca: eine späte Sorte die unglaublich ertragreich sein soll. Sie hat lange Trauben und große Beeren. Ihr Geschmack ist leicht säuerlich, aromatisch. Sie ist eine neuere Sorte und gilt als sehr robust.
  • Weißer Versailler: reift sehr spät, ab Mitte Juli bis August ist er ernte- und genussreif. Es ist eine alte traditionsreiche Sorte mit hohem Ertrag. Die Beeren sind groß und zuckersüß im Reifezustand. Die Sorte enthält nur wenig Obstsäure.

Alle diese Johannisbeeren kann man auch problemlos im Topf auf Balkonen und Terrasse halten.

Johannisbeerenkalender als PDF

Das Bild zeigt einen Johannisbeerenkalender.

Wann ist die beste Zeit zum Pflanzen, Düngen, Schneiden und Ernten? In unserem Kalender gibt es alle Termine auf einen Blick zum Abspeichern und Ausdrucken.

Stand: 02.05.2019, 12:00