Iris: Anbau und Pflege

Das Bild zeigt eine bunt leuchtende Iris.

Iris: Anbau und Pflege

Von Daniela Charlotte Schwalb

Welcher Standort eignet sich? Worauf sollte man beim Schnitt und Überwintern achten? Wir geben Pflege-Tipps.

Für Garten, Balkone und Terrassen

Abhängig von der Sorte kann die Iris sowohl in schattigen und feuchten, als auch in sonnigen und trockenen Standorten gedeihen. Daher sollten sie die Sorte nach dem geplanten Standort auswählen.

Die unterschiedlichen Sorten der Schwertlilien fühlen sich in fast allen Bereichen des Gartens wohl und stellen keine sehr hohen Ansprüche an den Boden. Lediglich dauerhaft zu nasse Böden führen zu Problemen. Die sollte man daher vermeiden.

Standort:

Je nach Sorte sollte man einen Standort mit Sonne oder Schatten auswählen. Für die meisten Iris-Arten gilt:

  • aufgelockerte und humose Böden mit leichten Sandanteilen
  • durchlässiger Untergrund, da sich kein Wasser stauen darf
  • Auf jeden Fall eignet sich viele Irisarten gut für einen Steingarten.
  • Achtung: Sumpfschwertliliensorten brauchen dagegen sehr viel Feuchtigkeit. Sie gedeihen am besten an Teichrändern und vertragen auch gut lehmigen Boden

Anbau:

Die beste Zeit, um Schwertlilien anzupflanzen, ist vom Sommer bis zum Herbst. Das ist auch ein idealer Zeitraum, um die Iris umzupflanzen:

  • Beste Zeit zum Ein- und Umpflanzen zwischen Juli und Oktober
  • Den Gartenboden vor dem Einpflanzen aufbereiten und lockern
  • Die Wurzeln auf etwa eine Handbreit kürzen, das Laub bis zur Hälfte abschneiden
  • Die Rhizome sehr flach einsetzen, so dass noch ein Drittel davon sichtbar ist.
  • Sie brauchen die Sonne bzw. das Licht
  • Einen Mindest-Pflanzabstand von 25 bis 40 Zentimetern
  • Immer nur flach harken, damit die Wurzelausläufer nicht beschädigt werden
  • In der Anfangszeit gut gießen
Das Bild zeigt eine bunt leuchtende Iris.

Die Wurzeln der Iris sollten bis auf etwa eine Handbreit gekürzt werden, das Laub sollte man bis zur Hälfte abschneiden.

Pflege:

  • Empfehlenswert ist Dünger mit wenig Stickstoff, da die Wurzeln der Iris sehr empfindlich sind. Eine langfristige Überdosis an Dünger kann zu schädlicher Fäulnis an den Wurzelstöcken führen.
  • Ausgewachsene Pflanzen sind Selbstversorger, nur bei langanhaltender Trockenheit gießen
  • Optimal ist organischer und stickstoffarmer Dünger, in einer niedrigen  Konzentration
  • selten und mäßig Dünger verabreichen

Vermehren:

Da die Blühstärke der Schwertlilien nach vier bis fünf Jahren normalerweise nachlässt, empfiehlt sich die Teilung ihrer Rhizome. Das regt das Wachstum von neuen Blüten auf natürliche Art an.

  • Iris behutsam aus dem Boden holen
  • Rhizome voneinander abschneiden
  • Scharfes sauberes Schneidemesser benutzen
  • nur junge kräftige Wurzelstöcke heraussuchen und wieder mit Abstand im
  • Boden einpflanzen
  • vorher die Blätter um die Hälfte einkürzen

Übrigens: Die Iris gehört zu den Frost- und Dunkelkeimern. Sie können aus ihren Kapselfrüchten auch neue Pflanzen züchten. Einfach ein paar Tage die Samen offen im Kühlschrank lagern, dann aussäen und gut mit Erde bedecken, gleichmäßig feucht halten. Schon bald haben sie eine neue Iris.

Das Bild zeigt eine bunt leuchtende Iris.

...und schon hat man viele kleine Iris-Pflänzchen.

Schnitt:

Die Iris braucht vor allem dann einen Rückschnitt, wenn sie zu üppig ausbreitet. Es ist aber empfehlenswert, zur Vorsorge gegen Krankheiten nach der Blütezeit die verwelkten Blütenstände abzuschneiden.

Bei einem Rückschnitt am besten folgendes berücksichtigen: Den Blütenstängel bis kurz vor dem Boden, auf eine Länge von 8 bis 12 Zentimetern zurückschneiden. Das Laub stehen lassen, es dient als Nährstoffreserve über den Winter.

Überwintern:

Die meisten Sorten sind winterhart. Bei nicht winterharten Sorten läuft die Vorbereitung relativ einfach und problemlos ab:

  • Verwelkte Blüten wegschneiden und entfernen
  • Blütenstängel bis auf ca. 10 cm über dem Rhizom abschneiden
  • Braune, vertrocknete und verfärbte Blätter und Blattspitzen entfernen
  • Restliches Laub stehen lassen
  • Unansehnliche Blätter erneut zu Beginn des Frühlings beschneiden, kurz vor dem Erwachen aus der Winterpause
  • Pflanzen in exponierten Standorten und ungewöhnlichen Höhenlagen zusätzlich mit Reisig oder Mulch abdecken

Iriskalender als PDF

Das Bild zeigt das Bild zeigt einen Iriskalender.

Wann ist die beste Zeit zum Pflanzen, Düngen, Schneiden und Ernten? In unserem Kalender gibt es alle Termine auf einen Blick zum Abspeichern und Ausdrucken.

Stand: 02.05.2019, 12:00