Iris: Sorten

Das Bild zeigt eine bunt leuchtende Iris.

Iris: Sorten

Von Daniela Charlotte Schwalb

Experten zählen fast 300 verschiedene Iris-Arten. Hier erfahren sie mehr zum Thema.

Experten zählen fast 300 verschiedene Iris-Arten. Daher ist die Einteilung in Sorten noch einmal komplizierter. Das beginnt schon damit, dass die Gattung Iris botanisch in sechs Untergattungen gegliedert wird, während Gärtner meist nur zwei Hauptgruppen unterschieden. Aber diese erste Vereinfachung kann schon helfen:

  1. die Zwiebel-Iris, die in Wirklichkeit Knollen bildet. Die Zwiebel-Iris-Arten sind alle winterhart, mögen sonnige Standorte und brauchen viel Feuchtigkeit.
  2. die Rhizom-Iris (mit einem Wurzelstock). Bei der Rhizom-Iris sind die meisten Sorten auch winterhart. Sie mögen allerdings eher gar nicht.

Die zweite Unterscheidungsmöglichkeit geht von drei Iris-Gruppen aus und erleichtert die Qual der Auswahl. Hier wird die Iris nach ihren Standortvorlieben unterteilt:

1. Die pflegeleichte Bart-Iris

Die Bart-Iris heißt so, weil sie an den drei äußeren Blütenblättern ein paar Haare sitzen hat, die Bart genannt werden. Die Bart-Iris gehört nicht zu der ursprünglichen Iris-Art, sondern zur Gruppe der Schwertlilien, einer nur aus Hybriden gezüchteten Kultursorte. Diese mögen sonnige, normal trockene bis feuchte Böden und blühen von April bis Juli.

Die Rhizome der Bart-Iris sollte man auf jeden Fall eher erhöht pflanzen.

Unter den Bart-Iris gibt es spektakulär blühende Sorten, wie die gewellten, aprikosenfarbigen Blütenblätter der Sorte Frimousse, die zwischen himbeerroten Hängeblättern mit dem charakteristischen orangenen Bart eingebettet sind. Auch Aufsehen erregend: Die neue Sorte Noctambule, deren violette Hängeblätter ein gelbes Bärtchen tragen und zusammen mit den weißen Blütenblättern besonders edel wirken.

Die Bart-Iris wird wiederum noch mal in drei Unter-Gruppen aufgegliedert:

  • die Hohe Bart-Iris (Iris-Barbata-Elatior-Hybride) wird über 70 Zentimeter hoch und blüht ab Ende Mai
  • die Mittelhohe Bart-Iris (Iris-Barbata-Media-Hybride) wird zwischen 40 und 70 Zentimeter hoch
  • die Niedrige Bart-Iris, auch Zwerg-Schwertlilie (Iris-Barbata-Nana-Hybride) genannt, wird nur 15 bis 30 Zentimeter hoch und blüht bereits Mitte April.

Für die Bart-Iris gilt die Faustregel: Je kleiner die Pflanzen sind, desto früher blühen sie auf.

Weitere attraktive Sorten sind die Barocque Prelude, mit der Grundfarbe Weiß mit gelb getöntem Rand, die Changing Times, in Helllila bis Purpur und die Cimmaron Strip2, die rose-beige bis weinrot gefärbt ist. Die Bart-Iris hat viele unterschiedliche Duftnoten zu bieten. Viele Sorten haben einen fruchtigen Duft, wie Zitrone, und andere duften nach Schokolade oder Vanille. Vor allem bräunliche Sorten tendieren zu einem Schokoladenduft. Sorten, die besonders stark duften sind u.a. die veilchenblau blühende Adrienne Taylor sowie die rosafarbene Sorte Iris Helene C.

Das Bild zeigt eine bunt leuchtende Iris.

Bart-Iris

2. Iris-Arten für trockene Böden: Gras- und Steppen-Iris

Die Steppeniris, auch Iris-spuria-hybride genannt, hat einen aufrecht stehenden Blatthorst und blüht von Anfang Juni bis Anfang Juli. Sie ist anspruchslos. Sie mag warme trockene Standorte in voller Sonne. Im Gegensatz zu ihren Art-Genossinnen mögen sie es, mindestens 5 Zentimeter tief gepflanzt zu werden. Sie brauchen meist ein-zwei Jahre Zeit, bevor sie blühen

Empfehlenswerte trockene Sorten:
Art:Steppen-Iris
Sorte:Iris reticulata- Harmony - himmelblau-gelb, blüht von Februar bis März
02.05.2025 20:00
Art:  Gras-Schwertlilie
Sorte:Die Pflaumenduft-Iris, auch Iris graminea genannt. Hat Lila Blüten duftet berauschend intensiv nach Pflaumen. Ihre Blüten sind eher klein.
Art:  Steppen-Schwertlilie (Iris spuria) - die Skala der Blütenfarben umfasst ein weites Gelbspektrum sowie Bronze, Rost und Braun; aber auch blauviolette und weiße Blüten entfalten sich in gut 130 Zentimeter Höhe.
Sorte:Iris spuria Premier - ist eine alte Sorte,die grazile, blaue Blüten mit einer gelben Mitte hat
Art:Bunte Schwertlilie, auch Iris variegata genannt
Sorte:Iris variegata Hohentwiel - wird wegen der gelbe-rotviolett geäderten Blüten und des zarten Duftes sehr geschätzt
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Steppen-Iris

3. Iris für feuchte Böden, wie Sumpf- und Wiesenschwertlilien

An ruhigen Bächen, Sümpfen und Teichen fühlen sich die vor allem gelb-blühenden Sumpfschwertlilien (Iris pseudacorus) besonders wohl. Sie wachsen im Schnitt gut 1,5 Meter hoch, können aber durchaus 2 Meter hoch werden. Sie können über Rhizomteilung (Wurzelstockteilung) vermehrt werden und sind pflegeleicht.

Aber Achtung: Die Sumpfschwertlilien sind giftig. Sie kann bei manchen Menschen bei Berührung zu gereizter Haut führen. Ihr Verzehr für Kinder, Hunde, Katzen, Hamster und andere Tiere gefährlich sein.

Wiesenschwertlilien werden am besten im Herbst oder Frühling gepflanzt. Man kann sie aber auch in speziellen Gärtnereien ganzjährig im Topf kaufen. Sie variieren in der Höhe zwischen 60 und 100 cm. Ihr Laub verfärbt sich im Herbst häufig zu leuchtenden Gelbtönen und kann gut über Winter stehen gelassen. Ältere, anspruchslose Sorten eignen sich zum Verwildern und für naturnahe Pflanzungen. Neuere Hybriden mit auffallenden Blüten sind etwas anspruchsvoller.

Das Bild zeigt eine bunt leuchtende Iris.

Wiesenschwertlilien

Sorten-Tipps:

Sumpfschwertlilien, wie die gelbe Iris Pseudacurs, sind Licht- und Halbschattenpflanze. Sie hat leuchtend gelbe Blüten und blüht von Mai bis Juni. Sie wird gerne an Bach- und Teichrändern gepflanzt. Besonders gut gedeiht sie auch direkt im Wasser, bis zu einer Tiefe von 20 Zentimetern. Auch gut zum Pflanzen geeignet sind schwere Lehmböden. Im Gartenteich sollte man allerdings berücksichtigen, dass sie konkurrenzschwächeren Pflanzenarten schnell deren Platz streitig macht. Daher werden sie besser in einem Pflanzkorb eingesetzt .

Zu den Wiesenschwertlilien gehört die leuchtend blaue Iris Sibirica. Sie ist eine der schönsten einheimischen Wildblumen. Statt schwertförmiger Blätter hat sie eher schmale, grasartige. Sie ist anspruchslos und pflegeleicht und mag leicht saure, feuchte Böden.

Iriskalender als PDF

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Stand: 02.05.2019, 12:00