Fahrradfahren im Herbst

Fahrradfahren im Herbst

Auf dem Fahrrad fühlen sich viele besser geschützt vor Corona als in Bus und Bahn. Nun erschweren Dunkelheit und Kälte das Fortkommen. Mit diesen paar Kniffen kommen Sie auch im Herbst sicher ans Ziel.

Zwei Fahrradfahrer*innen im Winter

Abgesehen von wenigen schneereicheren Regionen kommt man in NRW vielerorts auch in der kalten Jahreszeit gut mit dem Rad vorwärts. Vorausgesetzt, Rad und Fahrer sind "winterfest" ausgestattet.

Abgesehen von wenigen schneereicheren Regionen kommt man in NRW vielerorts auch in der kalten Jahreszeit gut mit dem Rad vorwärts. Vorausgesetzt, Rad und Fahrer sind "winterfest" ausgestattet.

Leuchte Radfahrer, leuchte! Wer in der dunklen Jahreszeit mit dem Fahrrad unterwegs ist, muss sich vor allem "sichbar" machen. Radfahrer unterschätzen oft, wie leicht sie von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen werden.

Das Wichtigste: eine funktionstüchtige Lichtanlage. Gesetzlich vorgeschrieben sind eine Front- und Schlussleuchte, Reflektoren für hinten und vorne sowie an Pedalen und Speichen oder Reifen. Ob die Lampen mit Dynamo, Batterie oder Akku betrieben werden, ist dabei egal.

Eine Standlichtautomatik sorgt für Sichtbarkeit auch beim Stehen. Wer bei Schneematsch unterwegs ist, sollte eher auf Naben- oder Speichendynamos oder Akku-Licht setzen. Seitenläufer-Dynamos haben laut ADAC bei Matsch und Schnee häufig Aussetzer.

Daneben erhöhen eine Warnweste oder fluoreszierende Streifen auf der Kleidung die Sicherheit. Je heller und leuchtender, desto besser. Auch viele Fahrradhelme sind heute mit Lichtern ausgestattet. Zudem sollte das Fahrrad für den Winter gerüstet werden.

Damit man die Bodenhaftung nicht verliert, den Reifen nicht voll aufpumpen. Vielmehr sollte man sich am unteren Rand der angegebenen Luftdruck-Spanne orientieren, die auf dem Reifen angegeben ist. Zwar braucht man dann mehr Kraft beim Treten, dafür aber fährt es sich deutlich sicherer.

Für Vielfahrer, die auch außerhalb der Stadt unterwegs sind, können sich Winterreifen lohnen. Diese Pneus sind breiter und fester als die Alltagsreifen und teils sogar mit Spikes versehen.

Rutschen die Reifen trotzdem einmal weg, ist es wichtig, möglichst schnell mit den Füßen sicheren Boden zu erreichen. Deshalb kann der Sattel im Winter durchaus zwei bis drei Zentimeter tiefer eingestellt sein als im Sommer.

Hilfreich sind auch rutschfeste Pedalen. Wer diese nicht eigens kaufen möchte, kann auf die herkömmlichen Pedalen sogenanntes Griptape kleben. Das verbessert den Halt beim Treten.

Nässe, Frost und Salz setzen dem Fahrrad in den Herbst- und Wintermonaten besonders zu. Vor allem die Kette ist bei Vernachlässigung sehr nachtragend und verhakt leicht oder reißt sogar. Alle beweglichen Teile sollten daher regelmäßig gereinigt und geölt werden.

Wer mit dem E-Bike oder einem Pedelec unterwegs ist, sollte den Akku vor Frost schützen. Der leidet unter niedrigeren Temperaturen und entlädt sich dann schneller. Daher das Gefährt am besten immer an einem geschützten Ort abstellen. Noch besser ist es, den Akku mit ins Warme zu nehmen.

Ist das Fahrrad winterfest, sollte man sich selbst nicht vergessen. Wer mit eiskalten Fingern und feuchten Rücken durch die Stadt radelt, liegt wahrscheinlich bald krank im Bett. Ganzjährige Radler sollten in gute Kleidung investieren. Funktionsjacken sind ideal, auch gute Regenkleidung ist in der kalten Jahreszeit Gold wert.

Stand: 07.10.2021, 12:57 Uhr