Checkliste: So wird das Fahrrad fit

Checkliste: So wird das Fahrrad fit

In der Corona-Krise wird Fahrradfahren populärer – als alternatives Verkehrsmittel und Helfer gegen den drohenden Lagerkoller. So bringen Sie Ihr Fahrrad auf Vordermann.

Ein Schild mit der Aufschrift "Mit dem Rad zur Arbeit schützt vor Infektion

Fahrradfahren zählt zu den Bewegungen an der frischen Luft, die das Kontaktverbot zulässt. Zudem ist Radfahren gerade jetzt eine gesunde Alternative zum öffentlichen Nahverkehr. Aber wer sein Fahrrad lange nicht bewegt hat, sollte vor der ersten Fahrt unbedingt einen Check vornehmen. So geht's:

Fahrradfahren zählt zu den Bewegungen an der frischen Luft, die das Kontaktverbot zulässt. Zudem ist Radfahren gerade jetzt eine gesunde Alternative zum öffentlichen Nahverkehr. Aber wer sein Fahrrad lange nicht bewegt hat, sollte vor der ersten Fahrt unbedingt einen Check vornehmen. So geht's:

Der erste Schritt ist eine sorgfältige Sichtkontrolle. Waschen Sie dabei Winterdreck oder Kellerstaub mit Wasser, Spülmittel oder speziellem Fahrradreiniger ab. "Suchen Sie nach Rissen oder Verformungen", rät der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC). Auch die Speichen sollten genau kontrolliert werden. Verdächtige Stellen am besten beim Fachhändler überprüfen lassen.

Sitzen alle Teile fest? Ziehen Sie lockere Schrauben nach. Säubern Sie dann die Kette mit einem Tuch von grobem Schmutz und Rost. Schmieren Sie diese am besten mit speziellem Öl oder Kettenfließfett von innen an den Laschen ein. Überschüssiges wieder abwischen.

Auch wenn es wieder länger hell bleibt: Überprüfen Sie die Beleuchtung. Funktionieren Vorder- und Rücklicht? Sind die Reflektoren vorhanden und sauber?

Machen Sie nun den Reifen-Check: Ist das Profil noch ausreichend und das Gummi nicht zu porös? Stecken kleine Steine oder Fremdkörper im Reifen? Sorgen Sie für ausreichend Luft, zu wenig Druck erschwert das Radeln unnötig.

Widmen Sie besonderes Augenmerk den Bremsen. Die Klötze müssen laut ADFC getauscht werden, wenn die Querrillen nicht mehr deutlich zu erkennen sind oder sich eine Kante eingebremst hat. Bremsarme sollten sich leicht bewegen lassen, ansonsten müssen die Seilzüge geölt und die Bremssockel gefettet werden. Hydraulische Bremsen müssen eventuell entlüftet werden.

Beim Pedelec sollte zudem der Akku überprüft werden. Dieser sollte generell im Winter stets im Warmen aufbewahrt und erst direkt vor der Fahrt im Pedelec eingebaut werden, um dem Kapazitätsverlust durch Kälte entgegenzuwirken. Starke Hitze kann den Akku übrigens ebenfalls schädigen. Generell halten hochwertige Akkus einige Jahre, die Kapazität nimmt aber mit der Zahl der Ladezyklen ab.

Ist das Fahrrad sicher und fahrtauglich, sollten Sie noch ein wenig Zeit in die richtigen Einstellungen investieren - damit das Radfahren auch Spaß macht und nicht zur Qual wird. Ihr Körper wird es danken!

Zum Einstellen der Sattelhöhe setzt man die Ferse aufs Pedal und drückt das Bein durch, bis das Pedal am tiefsten Punkt angekommen ist. Die Sattelhöhe passt, wenn das Bein in dieser Position gestreckt ist und man gleichzeitig gerade auf dem Sattel sitzt. Wichtig ist dabei, dass die Sattelstütze noch ausreichend tief in den Rahmen reicht - andernfalls braucht man eine Verlängerung.

Der Sattel lässt sich in der Regel auf der Sattelstütze vor- und zurückschieben. Um die richtige Sattelposition herauszufinden, stellt man den Fußballen auf das Pedal, das sich in der Horizontalen befindet: In dieser Position sollte sich die Kniescheibe exakt über der Pedalachse befinden. Weitere Orientierungsmöglichkeit: Der Abstand zwischen Sattelspitze und Lenker entspricht in etwa der Unterarmlänge des Fahrers inklusive der ausgestreckten Hand.

Die Lenkerhöhe lässt sich in der Regel dadurch verändern, dass die Position des Lenkervorbaus verstellt wird. Grundsätzlich gilt: Je sportlicher die Sitzposition, desto tiefer der Lenker. Ein guter Orientierungspunkt für Freitzeitradler: Die Lenkerhöhe entspricht in etwa der Sattelhöhe. Ansonsten sollte man darauf achten, dass die Handgelenke nicht abgeknickt sind, wenn der Fahrer den Lenker greift, und dass die Arme noch ganz leicht gebeugt sind.

Neben Form und Breite des Lenkers haben auch die Griffe einen Einfluss auf die Haltung des Radlers. So gibt es beispielsweise Griffe, die den Handballen unterstützen, außerdem gerade, gebogene und unterschiedlich breite Lenker mit oder ohne "Hörnchen" - sowie die, die man an verschiedenen Punkten greifen kann.

Am Schluss muss alles zusammenpassen - und die Grundvoraussetzung dafür ist natürlich die passende Rahmengröße. Davon abgesehen ist der Radler auf seinem Rad ein ziemlich variables Gesamtsystem. So hat beispielsweise die Höhe des Lenkers über die Oberkörperhaltung auch wieder Auswirkung auf die Beine: Verändert sich deren Position, kann es sein, dass die Sattelhöhe angepasst werden muss.

Stand: 29.04.2020, 13:00 Uhr