Das erste Mal - beim Elternabend

Elternabend

Das erste Mal - beim Elternabend

Von Jessica Sturmberg

  • Klassenpflegschaftsvorsitzende sind das Sprachrohr für die Eltern an der Schule
  • Rechte und Pflichten im NRW-Schulgesetz geregelt
  • Demokratische Teilhabe und Mitsprache beim Schulleben

Für Eltern, die sich in der Schule ihrer Kinder engagieren wollen, sind der Klassenpflegschaftsvorsitz, die Schulpflegschaft und die Schulkonferenz die Möglichkeiten, Schule mitzugestalten.

Die konkrete Arbeit besteht darin, Vermittlungsstelle zwischen den anderen Eltern und den Lehrern zu sein. Das, was die Eltern bewegt, wird durch die Klassenpflegschaftsvorsitzenden angesprochen, wie etwa Fehlstunden, ungerechte Behandlung einzelner Kinder oder die Qualität der Schulbildung oder auch des Schulessens. Die Klassenpflegschaftsvorsitzenden müssen dann herausfiltern, welche Anliegen von Seiten der Eltern relevant sind.

Was macht eigentlich die Schulpflegschaft?

Mindestens einmal pro Halbjahr müssen die Klassenpflegschaftsvorsitzenden zu einem Elternabend einladen, bei dem dann auch die Lehrer dazu gebeten werden.

Die Klassenpflegschaftsvorsitzenden sind dann auch automatisch in der Schulpflegschaft, die ebenfalls mindestens einmal pro Halbjahr tagt. Hier wird dann über Themen gesprochen, die die ganze Schule betreffen und nicht mehr nur die Klasse.

Das erste Mal - beim Elternabend

WDR 2 Servicezeit | 14.09.2018 | 03:51 Min.

Download

Aufgaben der Schulkonferenz

Aus der Schulpflegschaft werden wiederum Vertreter für die Schulkonferenz gewählt. Diese besteht zu je einem Drittel aus Lehrern, Schülern und Eltern. Bei Grundschulen ist das Verhältnis hälftig zwischen Lehrern und Eltern.

Die Schulkonferenz ist das oberste Mitwirkungsgremium der Schule, bei dem wichtige Entscheidungen getroffen werden. Zum Beispiel, wenn es um die Wahl eines neuen Schulleiters geht, wie die beweglichen Ferientage festgelegt werden, der Schulhaushalt oder wieviel Hausaufgaben oder Klassenarbeiten es im Grundsatz geben soll.

Eltern müssen dafür Zeit investieren

Neben den Elternabenden und Konferenzen nehmen die Schulen die Klassenpflegschaftsvorsitzenden auch im weiteren Schulleben in die Pflicht. Etwa bei Schulfesten oder Sankt-Martins-Umzügen sollen sie in der Organisation mithelfen, ihre Ideen, individuellen Fähigkeiten oder Kontakte einbringen.

Eltern müssen dafür Zeit mitbringen, aber die Schulen sind auch gehalten, etwa bei der Termingestaltung auf die Berufstätigkeit Rücksicht zu nehmen.

Auf der einen Seite steht das Engagement, auf der anderen Seite können die Eltern dafür viel mitgestalten und bekommen auch eine Menge mit. Und sie haben auch einige Rechte, die in verschiedenen Situationen bedeutend sein können: wenn es um Themen geht wie Unterrichtsausfall, Qualität des Schulessens oder was sonst noch auf den Nägeln brennt.

Stand: 14.09.2018, 11:25