Test: Wie sicher sind E-Tretroller?

Test: Wie sicher sind E-Tretroller?

  • E-Tretroller stehen kurz vor der Zulassung
  • Sieben E-Roller auf dem Prüfstand
  • Worauf man beim Kauf achten sollte
  • Teuersten Modelle schneiden am besten ab

In Barcelona und Paris gehören die Elektro-Tretroller längst zum Stadtbild, auch in Deutschland stehen sie kurz vor der Zulassung. Die kleinen handlichen Gefährten gelten als eine Zukunftslösung für im Verkehr erstickende Städte. Skeptiker befürchten dagegen mehr Unfälle und weniger Raum für Fußgänger.

Unbedingt auf Betriebserlaubnis achten

Noch dürfen die meisten im Handel verkauften E-Tretroller nicht auf die Straße. Eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) bekommen die Hersteller erst, wenn der Bundesrat voraussichtlich am 17. Mai 2019 das Gesetz auf den Weg bringt. Für die ABE brauchen die Roller Vorder-, Brems- und Rücklicht, Rückstrahler sowie zwei unabhängige Bremsen.

Wie sicher sind E-Tretroller?

Fünf Elektro-Roller stehen auf einer Rennstrecke

Mit dem E-Tretroller auf die Rennstrecke

Der WDR hat zusammen mit der Dekra sieben E-Tretroller getestet - vom günstigen Scooter für 275 Euro bis zum Premium-Modell für 2.399 Euro. Dabei besitzen der X2City und der Moover bereits eine Sondergenehmigung für die Straße.


Der Maxx Sport darf ebenfalls mit Mofa-Kennzeichen gefahren werden, wenn ein Sitz montiert wird. Alle anderen getesteten Roller sind noch ohne Zulassung. Untersucht wurden Bremsweg, Höchstgeschwindigkeit und Reichweite auf einer Rennstrecke.

Mit dem E-Tretroller auf die Rennstrecke

Die teuren Modelle schlagen sich im Praxistest deutlich besser. So braucht der günstige Kick Scooter ganze 5,78 Meter bis er steht, während der Maxx Sport gerade einmal 3,07 Meter Bremsweg benötigt.

Auch beim Reichweitentest kann das günstigste Modell nicht mithalten. In unserem Versuch fällt der Kick Scooter nach knapp fünf Kilometern aus, während beim Egret-Ten eine Ladung mehr als 30 Kilometer hält.

Stand: 08.05.2019, 14:37