Schulranzen im Test – nur gut sichtbare kaufen

Schulranzen im Test – nur gut sichtbare kaufen Servicezeit 31.01.2019 00:50 Min. UT Verfügbar bis 31.01.2020 WDR Von Dieter Schug

Schulranzen im Test – nur gut sichtbare kaufen

  • Stiftung Warentest prüft 22 Schulranzen.
  • Mehr als die Hälfte ist durchgefallen.
  • Hüftgurte entlasten die Wirbelsäule

Stiftung Warentest hat 22 Schulranzen untersucht, und über die Hälfte ist durchgefallen. Hauptgrund: Sie fielen im Straßenverkehr nicht genug auf. Aber genau das sei immens wichtig, denn Erstklässler seien teilweise noch unsicher im Straßenverkehr.

An einem Schulranzen sollten mindestens 20 Prozent der Vorder- und Seitenflächen aus fluoreszierenden Signalfarben bestehen, so die Tester. Die entsprechende Sicherheitsnorm dazu sei zwar kein Gesetz, aber Anbieter und Verbraucherschützer hätten sich auf diesen Wert geeinigt.

Im Test haben die gleichen Hersteller mit unterschiedlichen Produkten teilweise schlecht und teilweise gut abgeschnitten. Ein Beispiel: Den Scout Commander von Scout bewerten die Tester mit "gut". Der Savage dagegen, auch von Scout, bekommt ein "mangelhaft", weil er tagsüber gar nicht leuchte, so die Tester. Beide Ranzen kosten 250 Euro. 

Testsieger sind der Illumibär und der Strahlebär von Ergobag. Beide kosten 259 Euro. Günstigster guter Ranzen im Test war der „Space Pirate“ von Step by Step für 219 Euro. 

Die Befürchtung mancher Eltern, dass der schwere Ranzen bei ihren Kindern zu Haltungsschäden führt, sei unbegründet, entwarnen die Tester. Das Gewicht wirke zu kurz auf den Rücken, um dauerhaft Schaden anzurichten. Sinnvoll seien zudem Hüftgurte, die bei den meisten Ranzen mitgeliefert werden. Sie nehmen das Gewicht auf und entlasten die Wirbelsäule. Ausserdem nur das in den Ranzen packen, was am Schultag auch wirklich gebraucht wird.

(Quelle: Stiftung Warentest, Heft 2/2019)

Stand: 31.01.2019, 14:05