Parmesankäse im Test: Was ist mit dem Tierwohl?

Parmesankäse im Test: Und was ist mit dem Tierwohl? Servicezeit 03.09.2019 00:56 Min. Verfügbar bis 03.09.2020 WDR Von Dieter Schug

Parmesankäse im Test: Was ist mit dem Tierwohl?

Von Dieter Schug

Die Qualitätsanforderungen für Parmesankäse sind hoch. So muss das Futter für die Kühe zum Beispiel zu mindestens 50 Prozent aus Heu bestehen. Die Milch ist frisch und ohne Zugabe von Zusatzstoffen zu verarbeiten. Bei all den Qualitätskriterien, so kritisiert Öko-Test, spiele der Tierschutz keine vergleichbare Rolle.

Die Tierschutzorganisation Compassion in World Farming, CIWF, hatte vor zwei Jahren Filmaufnahmen aus Produktionsbetrieben für Käse aus Italien veröffentlicht – mit verletzten und ausgemergelten Tieren. Noch heute, so kritisiert Annamaria Pisapia, Direktorin des CIWF in Italien, hätten 99 Prozent der Kühe noch immer keinen Zugang zur Weide.

15 Parmesankäse sind jetzt von Öko-Test untersucht worden. Die Tester haben die Hersteller dabei auch nach den Haltungsbedingungen für die Tiere gefragt. Fünf Käse haben mit "mangelhaft" und einer mit "ungenügend" abgeschnitten. Die Hersteller konnten oder wollten keine angemessene Tierhaltung nachweisen, so die Tester. Außerdem enthielten etliche Käse stark erhöhte Spuren von Mineralöl.

Einziger guter Parmesan-Käse im Test: Alnatura Parmigiano Reggiano. 200 Gramm kosten 5,90 Euro.

Stand: 03.09.2019, 13:00