Batterienverschwendung vermeiden

Batterienverschwendung vermeiden Servicezeit 21.10.2019 03:48 Min. UT Verfügbar bis 21.10.2020 WDR Von A. Böer; B. Grothues

Batterienverschwendung vermeiden

Von Anna Böer

20.000 Tonnen Batterien entsorgen die Deutschen jährlich, und die meisten sind noch mindestens halbvoll. Energie für mehrere Millionen Euro landet in Deutschland deshalb jedes Jahr im Müll. Woran liegt das?

Nicht alle Batterien sind wirklich leer

Es gibt Geräte, die besonders viel Batterie-Power benötigen. Diese Geräte melden dann trotz hoher Restkapazität „Batterie leer“. In energieschwachen Geräten würden diese Batterien aber noch Monate lang ihren Dienst tun. Der TÜV Rheinland schätzt, dass etwa die Hälfte der weggeworfenen Batterien noch in anderen Geräten funktionieren würde.

Leer oder voll? So lassen sich Batterien messen

Ob eine Batterie voll oder leer ist, lässt sich mit einem ganz einfachen Trick prüfen:
Die Batterie aus einer Höhe von etwa 20 Zentimeter senkrecht auf den Tisch fallen lassen.

Eine komplett leere Batterie hüpft wieder ein paar Zentimeter hoch.

Eine noch volle Batterie hüpft kaum hoch, sondern kippt direkt um.

Wer es etwas genauer haben will, kann sich im Fachhandel ein sogenanntes Indikationsmessgerät für rund 15 Euro zulegen. Damit kann man zuverlässig sagen, ob eine Batterie voll oder leer ist. Wer es noch genauer wissen will, der ist mit einem Multimeter gut bedient, muss dafür aber 50 Euro und mehr auf den Tisch legen.

Weggeworfene Batterien hab noch Energie geladen

Viele weggeworfene Batterien würden in energieschwachen Geräten noch Monate lang ihren Dienst tun.

Die richtige Lagerung

Auch die richtige Lagerung hat einen großen Einfluss auf die Lebensdauer von Batterien. Sie mögen es gerne kühl und trocken. Wegen zu hoher Luftfeuchtigkeit sind sie weder im Bad, noch im Hauswirtschaftsraum gut aufgehoben. Am besten lagert man sie zwischen 10 und 20 Grad im Keller oder in einem trockenen Schrank in der Wohnung.

Batterien wechseln, aber richtig

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Lebensdauer von Batterien ist der richtige Batteriewechsel. Wenn man nur einzelne Batterien aus einem Gerät austauscht, entstehen möglicherweise Querströme zwischen den unterschiedlich geladenen Batterien, die wiederum eine verstärkte Entladung zur Folge haben. Der TÜV Rheinland empfiehlt deshalb immer den Batteriesatz komplett auszutauschen.

Eine Grafik, die Batteriefresser im Gegensatz zu energieschwachen Geräten zeigt.

Bei Energiefressern wie Fotoapparaten und ferngesteuerten Autos sind Akkus die bessere Wahl.

Wann macht ein Akku Sinn?

Akkus haben im Vergleich zu Batterien eine wesentlich höhere Lebensdauer. Hersteller versprechen 500 bis 1000 Wiederauflade-Zyklen. Doch wann macht ein Akku Sinn? Und wo lohnt sich doch der Einsatz von Batterien?

Der TÜV Rheinland empfiehlt bei allen Geräten, bei denen man einen und mehr Batteriewechsel pro Jahr vornimmt, die Batterien durch Akkus zu ersetzen.

Bei Energiefressern wie Fotoapparaten und ferngesteuerten Autos sind Akkus die bessere Wahl. Bei Wanduhren, Fernbedienungen oder Thermometern lohnt sich der Einsatz von Akkus hingegen nicht.

Stand: 21.10.2019, 14:00