Auto überladen: Gefährlich und teuer

ein bepackter Kofferraum

Auto überladen: Gefährlich und teuer

Von Frank Wörner

  • Schweres Gepäck immer nach unten
  • Überladung kann zu hohen Strafen führen
  • Auch Gewicht der Mitreisenden zählt

Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, hat einen großen Vorteil: Er kann praktisch alles mitnehmen. Allerdings gibt es dabei Grenzen, an die viele nicht denken!

Leicht oben, schwer unten

Grundsätzlich gilt für das Urlaubsgepäck: Schwere Koffer oder die Kühlbox gehören möglichst weit nach unten, leichte Sachen weiter nach oben oder eventuell in die Dachbox. Im Kofferraum sollte aber nichts lose herumliegen: Selbst leichte Dinge können bei einem Unfall zu Geschossen werden.

Auto - so packen Sie es richtig

Kleidung für jedes Wetter, Gummistiefel, Spielzeug - und der Sonnenschirm soll auch noch mit. Tipps und Tricks, wie Sie das Gepäck sicher im Wagen unterbringen.

eine Frau packt einen Koffer mit Kleidung

Wer Chaos im Auto vermeiden will, muss gut vorbereitet sein. Am besten ordnen Sie die Kleidung, Schuhe und Utensilien in stabile Taschen oder Koffer. Wer mit einzelnen Schuhen Lücken im Laderaum stopft, bekommt vielleicht mehr mit, macht sich das Ein- und Ausräumen aber unnötig schwer. Dem Durcheinander im Auto folgt in der Regel ein Durcheinander am Urlaubsziel.

Wer Chaos im Auto vermeiden will, muss gut vorbereitet sein. Am besten ordnen Sie die Kleidung, Schuhe und Utensilien in stabile Taschen oder Koffer. Wer mit einzelnen Schuhen Lücken im Laderaum stopft, bekommt vielleicht mehr mit, macht sich das Ein- und Ausräumen aber unnötig schwer. Dem Durcheinander im Auto folgt in der Regel ein Durcheinander am Urlaubsziel.

Auch das größte Auto hat nur begrenzt Platz. Überlegen Sie genau, was Sie mitnehmen. Es reist sich einfacher mit leichtem Gepäck. Kaufen Sie am Urlaubsort ein, Supermärkte finden sich fast überall. Das spart Kilos und Raum. In den seltensten Fällen lohnt es sich, Lebensmittel über Hunderte Kilometer zu transportieren. Denn je schwerer der Wagen, desto höher ist auch der Spritverbrauch.

Den Überblick behält man, wenn man zunächst das gesamte Gepäck an einen Ort sammelt. Danach gilt: Schweres kommt nach unten, Leichtes obenauf. Der ADAC rät, die Rücksitze nicht grundsätzlich umzuklappen. Sie sind eine wichtige Stütze für Taschen und Koffer. Besonders schwere Gegenstände können Sie eventuell im Fußraum verstauen. Alle Dinge müssen rutschfest und sicher im Wagen platziert werden.

In den Dachgepäckkoffer dürfen ebenfalls keine schweren Dinge. Dieser eignet sich für Zelte, Schlafdecken und leichte Utensilien. Kontrollieren Sie, dass die Box ordnungsgemäß und sicher angebracht ist. Das Gleiche gilt für einer Fahrradständer.

Wenn über die Höhe der Rücksitzlehne geladen wird, sollte ein stabiles Laderaumgitter Insassen und Gepäck trennen. Dann kann bei brenzlichen Situationen nichts durch den Wagen kullern. Alternativ könne Sie das Gepäck mit Zurrgurten sichern.

Auch der Innenraum sollte frei von losem Gepäck sein. Glasflaschen, Laptops oder schwere Bücher können bei einem Bremsmanöver oder einem Unfall zu gefährlichen Verletzungen führen. Daher möglichst wenig Gegenstände mit in den Innenraum nehmen. Auch Kinder sollten während der Fahrt auf schweres Spielzeug verzichten. Lieber öfters eine Pausen einlegen, um neue Sachen aus dem Kofferraum zu holen.

Behalten Sie das zulässige Höchstgewicht im Auge: Die Autohersteller geben nicht ohne Grund eine maximale Zuladung an. Diese ergibt sich aus dem maximal zulässigen Gesamtgewicht und dem Leergewicht eines Pkws. Eingerechnet werden müssen auch alle Personen im Wagen außer dem Fahrer - den hat der Hersteller in der Regel bereits mit einkalkuliert - sowie ein möglicher Dachgepäck- oder Fahrradträger.

Packen Sie so, dass wichtige Dinge wie Warnwesten, Verbandkasten und Warndreieck jederzeit griffbar sind. Wenn Sie diese benötigen, stehen Sie ohnehin schon unter Druck. Wer dann noch das halbe Auto ausräumen muss, hat zusätzlichen Stress.

Überladen kann teuer werden

Zu viel sollten Urlauber nicht einpacken: Selbst für eine geringe Überladung können gerade im Ausland teils empfindliche Strafen von mehreren hundert oder sogar über tausend Euro fällig werden. Außerdem kann die Weiterfahrt verboten werden, bis das Übergepäck ausgeladen ist!

Das Auto richtig packen

WDR 2 Servicezeit | 12.07.2018 | 03:02 Min.

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Sicherheitsrisiko trotz elektronischer Helfer

Tests haben außerdem gezeigt, dass ein überladenes Fahrzeug schon bei kleineren Ausweichmanövern kaum mehr beherrschbar ist und trotz elektronischer Stabilisierungsprogramme ins Schleudern kommen kann. Daher sollte man das Auto auch wegen der eigenen Sicherheit nicht überladen.

Erlaubte Zuladung berechnen

Wieviel ein Auto transportieren darf, ergibt sich aus den Fahrzeugpapieren: Wer das Leergewicht vom zulässigen Gesamtgewicht abzieht, erhält die Zuladung. Sie liegt oft bei 600 bis 700 Kilogramm - manchmal aber auch weit darunter. Und dazu zählt nicht nur das Gepäck, sondern auch die Mitreisenden!

Besondere Vorschriften im Ausland

Vor Fahrten ins Ausland sollten sich Reisende erkundigen, ob es im Urlaubsland besondere Vorschriften gibt. In einigen Ländern (Italien, Spanien) sind beispielsweise spezielle Warntafeln für Ladung vorgeschrieben, die über das Fahrzeug hinausragt - also zum Beispiel für Fahrräder, die am Heck transportiert werden.

Weitere Informationen:

Stand: 12.07.2018, 10:22