Auf der Millionenallee – Spaziergang über den Melaten-Friedhof

Melatenfriedhof Köln

Auf der Millionenallee – Spaziergang über den Melaten-Friedhof

Von Hilde Herzog

Melaten ist der älteste und größte Friedhof von Köln und eine grüne Oase mitten in der Stadt. Mit seinen uralten Bäumen, imposanten Grabmalen und Mausoleen aus dem 19. Jahrhundert lockt er zu jeder Jahreszeit Spaziergänger an. Ein Ort der Ruhe und der Besinnung!

Auf der Millionenallee - Spaziergang über den Melaten-Friedhof

WDR 4 Spaziergang 18.11.2018 02:20 Min. Verfügbar bis 17.11.2019 WDR 4

Download

Spaziergang über den Kölner Friedhof Melaten 

Melaten ist nicht nur ein immergrüner Friedhof mit prächtigen Pflanzen und Baumalleen, sondern auch ein Raum für Kunst. Die luxuriöseste Totenstätte Kölns wurde 1810 eröffnet und ist reich an Grabkultur verschiedener Kunstepochen - vom Klassizismus bis hin zu Neorenaissance und Neubarock. Ein Rundgang durch die Parkanlagen ist immer auch ein Ausflug in die Vergangenheit der Stadt.

Melatenfriedhof Köln

Auf der sogenannten Millionenallee finden sich die luxuriösen Grabanlagen reicher und bedeutender Bürger. Prominente Kölner wie Willi Ostermann, die Familie Millowitsch oder die Familie Farina mit dem Schöpfer des "Eau de Cologne" liegen hier begraben.

Auf der sogenannten Millionenallee finden sich die luxuriösen Grabanlagen reicher und bedeutender Bürger. Prominente Kölner wie Willi Ostermann, die Familie Millowitsch oder die Familie Farina mit dem Schöpfer des "Eau de Cologne" liegen hier begraben.

Die üppige Vegetation des Friedhofs erinnert mal an Parkanlagen, mal hat sie Waldcharakter. Hier gibt das lichte Herbstlaub den Blick auf hohe Grabkreuze im "Friedhofswald" frei.

Diese weiträumige Wandgrabanlage hat bis zu 24 Grabstellen für die Familienmitglieder. Wie viele alte Gräber steht auch sie unter Denkmalschutz und darf nicht abgebaut werden.

Alte Baumalleen aus dem 19. Jahrhundert sind die Zierde des Friedhofs Melaten. Sie bestehen mal aus Eichen, mal aus Buchen, Platanen oder Linden.

Beeindruckende Gruften, Mausoleen und Statuen finden sich auf Melaten. Die in Stein gemeißelten Zeugnisse sollen die Nachwelt an den gesellschaftlichen Rang der Bestatteten erinnern.

Der Kölner Melatenfriedhof ist ein Landschaftsschutzgebiet mit vielen verwunschenen Winkeln. Zwischen gepflegten und verwitternden Grabmalen lebt die Natur in einer Vielfalt, wie sie in der Großstadt an keinem andern Ort zu finden ist.

Steinerne Engel gehören zu den beliebtesten Skulpturen des Friedhofs.

Manche Engel breiten ihre mächtigen Flügel schützend aus. Sie weisen den Weg in den Himmel oder beugen sich trauernd und tröstend über die Grabstätte.

Viele alte Gräber werden nicht mehr gepflegt. Für erhaltenswerte historische Grabanlagen, deren Nutzungsrechte ausgelaufen sind, vergibt die Stadt Köln Patenschaften: Interessierte Bürger erklären sich bereit, die historische Substanz und die Inschriften instand zu halten und bekommen im Gegenzug ein kostenloses Anwartschaftsrecht auf die Grabstätte. (Siehe Link "Freundeskreis Melaten")

Neben alten und teils schon verwitternden Grabmalen des 19. Jahrhunderts finden sich auch moderne Grabsteine. Bis heute werden immer wieder neue Bildsprachen gefunden, um der Verstorbenen zu gedenken.

Stand: 15.11.2018, 11:52