Einschränkungen bei Airbnb & Co. – Tipps für Mieter und Vermieter

Zwei Touristen in Berlin

Einschränkungen bei Airbnb & Co. – Tipps für Mieter und Vermieter

Von Nico Rau

  • Mieter sollten Angebot genau prüfen 
  • Anbieter müssen sich in vielen Städten registrieren
  • Hohe Bußgelder für Anbieter möglich

Konsequenzen für Mieter

Wer ein illegales Angebot bucht, muss in Deutschland keine rechtlichen Konsequenzen fürchten. Hier ist der Vermieter verantwortlich. Allerdings gibt es immer wieder Fälle, wo die Anbieter solcher Wohnungen dem Mieter kurzfristig stornieren, weil sie plötzlich Ärger mit der Stadt bekommen haben. Airbnb, Wimdu oder Homeaway bieten dann eine Rückzahlung der Mietkosten oder telefonische Hilfe an, um eine alternative Unterkunft zu bekommen.

Mehrkosten erstattet?

Ist die neue Wohnung teurer, oder sind durch die Stornierung beispielsweise Taxikosten entstanden, zahlen das die Vermittlungsportale nicht. Sie berufen sich auf ihre Rolle als Vermittler. Rechtsanwalt Christian Solmecke verweist darauf, dass solche Fälle in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Airbnb nicht konkret geregelt sind. Deshalb gelte dann zum Beispiel in Deutschland das deutsche Mietrecht.

Einschränkungen bei Airbnb & Co. - Tipps für Mieter und Vermiete

WDR 2 Servicezeit | 06.07.2018 | 03:50 Min.

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Vermieter muss Mehrkosten erstatten

Laut Rechtsanwalt Solmecke muss der Vermieter dem Mieter Mehrkosten erstatten: „Man ist zwar zunächst mal bei einer Umbuchung in der Beweispflicht, dass die Umbuchung tatsächlich so auch nötig war und ich meiner Schadenminderungspflicht nachgekommen bin und keine exorbitanten Zusatzkosten verursacht habe. Aber wenn mit das gelingt, muss der Vermieter alle weitergehenden Schäden ersetzen.“ Ist der Vermieter dazu aber nicht bereit, müsste der Mieter den privaten Rechtsweg gehen.

Konsequenzen für Anbieter

Wer seine Wohnung über Vermittlungsportale weitervermieten will, muss als Mieter immer die Erlaubnis des Vermieters einholen. Darüber hinaus muss dann – unabhängig, ob man Mieter oder Besitzer der Wohnung ist, geklärt werden, ob die Stadt Einschränkungen oder Verbote erlassen hat. Auskunft gibt das jeweilige Bezirksamt der Stadt oder die Gemeindeverwaltung. Oft müssen sich Vermieter dort registrieren und eine Gebühr entrichten. Wer das nicht tut und unangemeldet vermietet, riskiert hierzulande Bußgelder von bis zu 50.000 Euro.

Stand: 05.07.2018, 10:29