Brände, Personal und Autos - die Feuerwehr in Zahlen

Ausgerechnet - Feuerwehr Ausgerechnet 21.01.2019 43:30 Min. UT Verfügbar bis 21.01.2020 WDR

Brände, Personal und Autos - die Feuerwehr in Zahlen

  • Daten und Fakten rund um die Feuerwehr in NRW
  • Mehr als eine Million Einsätze im Rettungsdienst
  • Stabile Personalsituation

In NRW sind die Gemeinden für die Feuerwehren zuständig. Hauptaufgabe ist natürlich das Löschen von Feuern - aber auch bei der Bergung von Unfallopfern oder dem Rettungsdienst ist die Feuerwehr aktiv. Zudem gehören der Brandschutz und pädagogische Angebote zu den Aufgaben der Feuerwehren.

396 Freiwillige Feuerwehren und 30 Berufsfeuerwehren gibt es in NRW. Hinzu kommen 82 Werks- und vier Betriebsfeuerwehren. Die Personalsituation ist seit Jahren stabil, wie die Zahlen des Innenministeriums zeigen. Alljährlich veröffentlicht es den sogenannten "Gefahrenabwehrbericht". Die aktuellste Version zeigt die Zahlen aus dem Jahr 2017.

Feuerwehr - Boote, Hubschrauber, Risiken

In der Luft, auf dem Land und auf dem Wasser - so ist die Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen unterwegs: weitere Zahlen rund um die Feuerwehr.

Feuerwehrwagen im Einsatz

Spannend ist der Blick in die Fahrzeugliste der Feuerwehren. 4.862 Löschfahrzeuge sind dort verzeichnet. Aber auch diverse Rüst-, Geräte- und Schlauchwagen werden aufgeführt.

Spannend ist der Blick in die Fahrzeugliste der Feuerwehren. 4.862 Löschfahrzeuge sind dort verzeichnet. Aber auch diverse Rüst-, Geräte- und Schlauchwagen werden aufgeführt.

Rettungshubschrauber kennt man in der Regel in gelb, Polizeihubschrauber sieht man ebenfalls ab und zu kreisen - doch auch die Feuerwehr verfügt über vier Hubschrauber. Drei sind im Rettungsdienst eingebunden, bei einer Maschine handelt es sich um einen Intensivtransporthubschrauber.

Feuer kann auch auf oder am Wasser ausbrechen. Oder Menschen müssen auf Flüssen und Seen gerettet werden. Daher verfügt die Feuerwehr in NRW auch über Boote - insgesamt 321 Stück, vom Schlauchboot bis zum Löschkreuzer.

Von den knapp 100.000 Feuerwehrleuten in NRW sind knapp 10.000 weiblich. Die meisten davon allerdings in der Jugendfeuerwehr. Dort liegt der Anteil der weiblichen Feuerwehrleute bei 17,8 Prozent. Bei den Freiwilligen Feuerwehren sind es nur noch 7,2 Prozent, bei der Berufsfeuerwehr sind landesweit nur 141 Frauen aktiv - 1,43 Prozent.

Auch regional gibt es da kaum Ausnahmen. Lediglich in Essen (minus 608) und im Kreis Olpe (minus 394) ist die Zahl der Feuerwehrleute überdurchschnittlich zurückgegangen.

Feuerwehr in NRW

Der Blick auf die Einsatzstatistiken der Feuerwehren im Land zeigt, dass die meisten Einsätze für die Rettungswagen-Besatzungen zusammenkommen. Dem folgen die technischen Hilfsleistungen - und erst dann die eigentliche Brandbekämpfung.

Doch nicht immer, wenn Feuerwehr und Rettungsdienst gerufen werden, handelt es sich auch um einen wirklichen Notfall. 48.324 Fehlalarme gab es 2017, wie die Statistik des Innenministeriums ergibt. Dabei wird unter anderem zwischen normalen und "böswilligen" Fehlalarmen unterschieden. Von böswillig spricht man beispielsweise, wenn ein Feuermelder absichtlich betätigt wurde, obwohl klar war, dass keine Gefahr besteht.

Die Finanzierung der Feuerwehren liegt bei den Städten und Gemeinden. Das Land schießt seinerseits knapp 36 Millionen Euro zu - und damit gut drei Prozent des gesamten Finanzbedarfs der Feuerwehren in Höhe von knapp 1,2 Milliarden Euro.

Geld - Finanzierung der Feuerwehren

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Regierungsbezirken liegen vor allem an der Anzahl und Ausstattung der Berufsfeuerwehren. Zum Vergleich: Im Regierungsbezirk Düsseldorf gibt es 4.061 Feuerwehrleute in elf Berufsfeuerwehren, im Regierungsbezirk Detmold sind es nur drei Berufsfeuerwehren und 495 angestellte Feuerwehrleute.

Stand: 21.01.2019, 06:00