Hersteller lassen sich "weniger Zucker" teuer bezahlen

Hersteller lassen sich "weniger Zucker" teuer bezahlen

Weniger Zucker liegt im Trend. Nur: Einige Hersteller nutzen die zuckerreduzierten Produkte zu satten Preiserhöhungen. Eine Auswahl drastischer Preiserhöhungen.

Packungen mit Chai Latte im Supermarkt

Links im Bild in der dunkelblauen Packung: Krüger Chai Latte Vanille Zimt für 1,99 Euro. Rechts in der hellblauen Packung Krüger Chai Latte Vanille Zimt "weniger Süß". Die Überraschung folgt, wenn man die Packung dreht.

Links im Bild in der dunkelblauen Packung: Krüger Chai Latte Vanille Zimt für 1,99 Euro. Rechts in der hellblauen Packung Krüger Chai Latte Vanille Zimt "weniger Süß". Die Überraschung folgt, wenn man die Packung dreht.

Auch wenn beide Packungen die gleiche Größe haben, ist in der weniger süßen Variante nicht viel mehr als die Hälfte drin: 140 statt 250 Gramm. Damit kostet sie auf die Menge umgerechnet fast das Doppelte.

In diesem Supermarktregal stehen links die normalen Butterkekse, rechts die zuckerreduzierten. Der Preis jeweils 0,99 Euro. Die Packungen erscheinen ziemlich gleich groß.

Schaut man sich beiden Packungen von der Seite an, erkennt man, dass die Packungen mit den zuckerreduzierten Keksen (oben) schmaler ist. Während in der Standardpackung 40 Kekse enthalten sind, findet man in der zuckerreduzierten nur 30.

Auch den Kakao aus dem Hause Nestlé gibt es in einer Variante mit 30 Prozent weniger Zucker. Die Beutel erscheinen gleich groß.

Der Preis ist auch hier der gleiche. Aber schaut man auf die Seite des Beutels, sieht man, dass Nesquik Standard 500 Gramm enthält, die Aktionspackungen, die derzeit im Umlauf sind sogar 550 Gramm, in der zuckerreduzierten Variante muss man sich mit 450 Gramm begnügen.

Alpro hat neben seinem Soja-Joghurt Kirsche (Mitte rechts) noch eine Variante mit „mehr Frucht“ und „ohne Zuckerzusatz“ (Mitte links) im Angebot. Wie bei den vorherigen Produkten ist auch hier der Preis der gleiche.

Stellt man die Becher nebeneinander, sieht man direkt, dass der mit „weniger Frucht“ und „ohne Zuckerzusatz“ (rechts) kleiner ist. Bei ihm bekommt man fürs gleiche Geld nur 400 statt 500 Gramm Joghurt. Zudem ist die Verbraucherzentrale NRW der Meinung, dass in dem Becher mit „mehr Frucht“ eigentlich weniger Frucht und stattdessen mehr Kirschsaft ist – der wiederum recht süß ist.

Stand: 13.12.2018, 08:00 Uhr