Wo sich der Zucker im Alltag versteckt

Wo sich der Zucker im Alltag versteckt

Von Friederike Müllender

  • Versteckter Zucker schon beim Frühstück
  • Nicht mehr als 50 Gramm Zucker am Tag
  • Nährwerttabellen immer ganz genau prüfen

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt täglich nicht mehr als 50 Gramm Zucker zu sich zu nehmen. Frauen und besonders Kinder sollten ihren Zuckerkonsum noch deutlich mehr reduzieren.

Umgerechnet entsprechen 50 Gramm Zucker rund 17 Stück Würfelzucker. Für den Alltag empfiehlt Ernährungswissenschaftlerin Anja Krumbe daher nicht mehr als eine Handvoll Süßigkeiten zu essen. Wichtig dabei sei es vor allem auch, stark gesüßte Lebensmittel mit einzuberechnen wie Joghurts oder Cornflakes.

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WDR 2 Servicezeit | 26.01.2018 | 03:15 Min.

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Viel Zucker, wo man ihn nicht vermutet

Vor allem in Getränken steckt häufig viel Zucker, ein Glas Traubensaft etwa enthält elf Stück Würfelzucker und deckt damit schon mehr als die Hälfte des täglichen Zuckerbedarfs. „Das Problem liegt vor allem darin, dass wenn man den Zucker nur trinkt und ihn nicht etwa isst, wie bei einem Stück Torte, wird man davon nicht satt und merkt häufig gar nicht, wie viel Zucker man sich gerade mal eben so einverleibt hat“, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Anja Krumbe.

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WDR 2 Servicezeit | 26.01.2018 | 03:05 Min.

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Verbraucher sollten genau hinschauen

Auch Fertiggerichte aus dem Supermarkt, Smoothies und Dosenfrüchte seien häufig regelrechte Zuckerbomben. „Ich empfehle daher immer, sich die Nährwerttabelle ganz genau anzuschauen. Selbst der vermeintlich gesunde Krautsalat aus dem Kühlregal kann so viel Zucker enthalten wie ein Nachtisch“, sagt Anja Krumbe.

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WDR 2 Servicezeit | 26.01.2018 | 03:37 Min.

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Selber kochen spart Zucker

Wer auf seinen Zuckerkonsum achten möchte, der sollte am besten viele Dinge einfach selbst zubereiten. „Das fängt beim Frühstück am Morgen an, wenn ich mir statt eines fertigen Müslis aus dem Supermarkt selbst Haferflocken mit Obst zusammen stelle, spare ich jede Menge Zucker“, so Anja Krumbe. Ungesüßte Tees sind eine gute Alternative zu zuckerhaltigen Säften. Auch ein selbstgekochtes Mittagessen sei deutlich gesünder, als die Gerichte aus dem Supermarkt.

Achtung vor Mogelpackungen

Viele Supermärkte werben im Moment mit Produkten, die weniger Zucker und Salz enthalten. Dennoch sollten Verbraucher auf die Nährwerttabelle achten, häufig bedeutet ein geringerer Zuckeranteil einen höheren Fettanteil. Zuckerreduzierte Produkte sind also nicht zwangsläufig auch gesünder.

Zucker steht gerade einfach sehr schlecht da und damit wird Marketing und damit auch Verkaufsförderung betrieben“, erklärt Ernährungswissenschaftler Dr. Stephan Lück. Verbraucher sollten sich daher nicht von Verpackungen und Werbeaktionen blenden lassen.

Stand: 26.01.2018, 00:00