Zitrusfrüchte – viele Sorten, wenige Vorfahren

Das Bild zeigt verschiedene Zitrusfrüchte.

Zitrusfrüchte – viele Sorten, wenige Vorfahren

Von der Mini-Limette bis zur Pampelmuse im XXL-Format: Die Zitrusfrüchte-Welt ist wahnsinnig vielfältig! Woran genau erkennt man den Unterschied zwischen Grapefruit und Pampelmuse, Mandarine und Clementine?

Zitrusfrüchte sind botanisch gesehen Beeren, die zur Familie der Rautengewächse gehören. Ursprünglich stammen sie aus Südostasien und gelangten etwa 330 v. Chr. durch Feldzüge Alexander des Großen ins östliche Mittelmeergebiet. Alle der über 1.600 Arten von Zitrusfrüchten, die wir heute kennen, sind auf 3 Urformen zurückzuführen:

  • Mandarine
  • Pampelmuse
  • Zitrone

Süß-saurer Liebling: die Orange

Die beliebteste Zitrusfrucht der Deutschen ist die Orange. Sie ist eine Kreuzung aus Pampelmuse und Mandarine. Orangen werden auch als Apfelsine bezeichnet, was so viel heißt wie „Apfel aus China“.

Das Bild zeigt verschiedene Zitrusfrüchte.

Orangensorten

  • Blondorangen: Sie sind eher klein, enthalten sehr viel Saft und werden daher meist zum Auspressen verwendet.
  • Navelorangen: Sie sind am frühesten reif und deswegen als erstes auf dem Markt. Erkennbar sind sie an einem Nabel, aus dem sich eine Zweitfrucht bildet (Nabel engl. Navel). Diese Orangen sind relativ groß, lassen sich leicht schälen und enthalten keine Kerne. Sie gehören daher zu den beliebtesten Essorangen.
  • Blutorangen: Die Ausprägung des dunkelroten Farbstoffes Anthocyan ist bedingt durch Klima-, Boden- und Lichtverhältnisse im Anbauland. Blutorangen schmecken eher bitter, weshalb die Marktbedeutung seit Jahren rückläufig ist.
  • Süßorangen: Diese Orangen sind nahezu säurelos und haben nur lokale Bedeutung z.B. in Brasilien, Indien und Pakistan. Hierzulande sind sie so gut wie gar nicht zu finden.
  • Bitterorangen: Diese Orangen nennt man auch „Pomeranzen“. Aus den reifen Früchten werden Parfums sowie die bekannte Sevilla-Marmelade und die englische Bitterorangen-Marmelade hergestellt. Aufgrund des bittersauren Geschmacks sind sie frisch selten im Laden zu finden.

Pampelmuse und Grapefruit - nicht identisch

Die Pampelmuse ist eine Urform der Zitrusfrüchte. Im Handel kennt man sie auch unter der Bezeichnung „Pomelo“. Die Frucht ist wesentlich größer und süßer als die Grapefruit. Letztere ist eine Kreuzung aus der Pampelmuse und der Orange und deswegen auch viel kleiner.

Mandarine und Clementine - oft verwechselt

Ähnliche Optik, aber unterschiedliche Frucht: Mandarinen haben Kerne und lassen sich wesentlich schwerer schälen als Clementinen. Dazu bleiben Clementinen länger frisch als Mandarinen und werden aufgrund des angenehmen Süße-Säure-Verhältnisses als „wohlschmeckender“ bezeichnet. Deshalb verliert die Mandarine im Lebensmittelhandel immer mehr an Bedeutung.

Trendfrucht Kumquat

Kumquats werden auch Zwergorangen genannt. Sie sind die kleinsten Zitrusfrüchte der Welt und können mit Schale gegessen werden, die etwas süßlicher schmeckt als das sehr saure Fruchtfleisch.

Gute Bekannte: Limetten und Zitronen

Limetten sind würziger als Zitronen und enthalten wesentlich mehr Saft. Besonders aromatisch ist das Limettenblatt, das in der thailändischen Küche - ähnlich wie das Lorbeerblatt - zum Einkochen von Saucen verwendet wird. Kaufen kann man es hierzulande vor allem tiefgefroren im Asia-Laden.

Service-Tipps Lagerung und Einkauf

  • Zitrusfrüchte immer kühl lagern - ideale Lagertemperatur: 10°C
  • Beim Einkauf sollten die Früchte fest sein und keine braunen Stellen aufweisen
  • Schwere Früchte sind saftreicher als die leichten
  • Blattgrün ist ein Zeichen für besonders frische Ware
  • Immer auf die Kennzeichnung auf Schildern oder Etiketten achten, um zu wissen, ob die Früchte behandelt wurden

Stand: 16.11.2017, 17:00