Die Deutschen und ihr Wein

Die Deutschen und ihr Wein

Deutschland ist Wein-Land: 25 Liter haben die Deutschen 2016 getrunken - pro Kopf. Dabei trinken sie aber immer öfter "fremd": Jede zweite Flasche stammt aus dem Ausland.

Wie die Deutschen ihren Weindurst stillen

Rotwein, Weißwein, Sekt und Prosecco: Der Durst der Deutschen auf Wein ist riesig. Den stillen sie längst nicht nur mit heimischen Gewächsen.

Mehrere Flaschen Wein mit Gläser

Bier bleibt des Deutschen liebstes Getränk. Das hält sie nicht davon ab, zum Wein zu greifen. 25 Liter Wein haben sie zwischen August 2016 und Juli 2017 getrunken - pro Kopf. Ein großer Teil davon stammt aus einem der 13 heimischen Anbaugebiete, von der Ahr, der Nahe oder der Hessischen Bergstraße.

Bier bleibt des Deutschen liebstes Getränk. Das hält sie nicht davon ab, zum Wein zu greifen. 25 Liter Wein haben sie zwischen August 2016 und Juli 2017 getrunken - pro Kopf. Ein großer Teil davon stammt aus einem der 13 heimischen Anbaugebiete, von der Ahr, der Nahe oder der Hessischen Bergstraße.

Gut 9 Millionen Hektoliter haben die heimischen Winzer 2016 produziert. Absoluter Spitzenreiter war der Riesling, gefolgt von Müller-Thurgau und Grau- und Weißburgunder. Dabei gibt es regionale Vorlieben. Der Trollinger zum Beispiel, das liebste Gewächs der Württemberger, wird in Rheinhessen gar nicht angebaut.

Im Laden liegt immer häufiger auch ausländischer Wein. Süffiger Rioja, leichter Pinot Grigio oder schwerer Beaujolais: Die Nachfrage ist so groß, dass die Deutschen den Titel "Wein-Import-Weltmeister" tragen.

In Zahlen ausgedrückt: 12 Prozent des hier konsumierten Weines wurden 2016 aus Frankreich importiert, 16 aus Italien und 8 aus Spanien. Da bleiben die Deutschen den Nachbarn auch treu - der Anteil der "drei Großen" schwankt über die Jahre kaum.

Die weitaus größte Menge Wein, die hier konsumiert wird, wird aber in Deutschland selbst produziert: 45 Prozent, Tendenz gleichbleibend. Der Rest wird in 130 Länder exportiert: 2016 waren das eine Million Hektoliter Qualitäts-, Prädikats- und Landweine im Wert von 288 Millionen Euro.

USA, die Niederlande und Norwegen sind die Hauptabnehmer, China ist der größte asiatische Markt. Dort schätzt man die roten Weine ganz besonders - Rot gilt als Glücksfarbe.

Die diesjährige Ernte verspricht übrigens besonders gut zu werden - quantitativ und qualitätiv. Dafür hat der lange Sommer gesorgt. Prost!

Stand: 10.10.2018, 12:19