Vitamine für den Frühling

Vitamine für den Frühling

  • Fit in den Frühling mit gesunder Kost
  • Vitamine stecken in heimischen Produkten
  • Auf Nahrungsergänzungsmittel verzichten
  • Vitamin-Tipps vom Ernährungberater

Die dunkle Jahreszeit neigt sich dem Ende entgegen, nun heißt es wieder "Fit in den Frühling". Dabei dürfen Vitamine nicht fehlen, sie gelten als wahre Wunderstoffe. Das hat auch die Industrie erkannt. In Supermärkten, Drogerien und Apotheken wird mit Vitamin-Präparaten und Kuren geworben.

Auf Nahrungsergänzung besser verzichten

Dabei ist der Nutzen der Nahrungsergänzungsmittel umstritten. Der Großteil der Bevölkerung ist ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Verbraucherschützer empfehlen, zusätzliche Pillen und Tropfen nur nach einem ärztlich festgestellten Mangel einzunehmen. Die Einnahme von Vitaminen und Co. kann sogar zu gesundheitlichen Schäden führen.

Eine der wenigen Ausnahmen ist Vitamin D, das der Körper mit Sonnenlicht selbst bildet. Wer zu wenig Tageslicht bekommt, kann hier einen Mangel haben. In diesem Fall ist die Einnahme von Vitamin D sinnvoll. Sollte aber ebenfalls mit dem Arzt abgeklärt werden.

Ausgewogene Ernährung macht fit

Grundsätzlich enthält eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, ausreichend Eiweiß und gesunden Fetten in der Regel alle Nährstoffe, die für eine gute Gesundheit erforderlich sind. Mehr oder höher konzentrierte Vitamine sind nicht zwangsläufig besser und bewirken auch keinen nachweisbar besseren Schutz vor Krankheiten oder Alterungsprozessen.

Viele Vitamine im heimischen Gemüse

Das Angebot an natürlichen Vitaminlieferanten auf Wochenmärkten und im Lebensmittelhandel ist riesig. Wenn möglich sollte zu heimischen Produkten gegriffen werden. So enthalten Postelein, Rosenkohl, Grünkohl und Mangold reichlich Vitamin C. Vitamin A findet sich im Feldsalat.

Vitamin-Tipps von Ernährungsberater Stephan Lück:

  • Für die Aufnahme der Vitamine ADEK benötigt der Körper Fett. Daher z.B. zu Karotten immer ein Butterbrot oder mit Öl angemacht als Salat essen
  • Je kleiner Kohl, Spinat und Co. geschnitten werden, desto besser können Vitamine aufgenommen werden
  • Nicht nur Rohkost essen, sondern auch gekochtes Gemüse
  • Kauen ist für die Vitamin-Aufnahme besser als Trinken, daher nicht nur zu Smoothies greifen
  • Auch Kräuter wie Kurkuma und Bockshornklee stecken voller Vitamine

Und: Wer sich bunt ernährt, isst gut. Beta-Carotin, die Vorstufe des Vitamin A, erkennt man an Farben rot, gelb und orange. Im Trend liegen auch neue Gemüse-Züchtungen mit besonders vielen Vitamine. Dazu zählen etwa Pilze mit Vitamin D oder Flower Sprout. Diese Mischung aus Grünkohl, Rosenkohl und Rotkohl verspricht sieben Mal mehr Vitamin C als Zitronen und wird gedünstet oder als Salat zubereitet.

Die wichtigsten Vitamine im Überblick
Aufgabenenthalten in
Vitamin Awichtig für Augen, Zellwachstums, Haut und Schleimhäutegelben und orangefarbenen Gemüsesorten und Früchten, Spinat, Grünkohl, Leber, Lebertran (Vorstufen von Vitamin A)
Vitamin B1Energiestoffwechsel, Nervengewebe, HerzmuskulaturNüssen, Samen, Weizenkeimen, Erbsen, Bohnen, Linsen, Kartoffeln, Hefe, magerem Schweinefleisch
Vitamin B2Energie- und EiweißstoffwechselMilch, Eiern, Käse, Innereien, Fleisch, Fisch, Gemüse (z.B. Spinat oder Spargel)
Vitamin B6Blutbildung, Funktionen des Nerven- und Immunsystems, Aminosäuren-StoffwechselLeber, Nieren, Nüssen, Samen, Fleisch, Fisch, Kohl, grünen Bohnen, Avocados, Bananen
Vitamin B12Blutbildung, Abbau einzelner FettsäurenLeber, Nieren, Fisch, Milch, Eiern, Käse, fermentierten Pflanzen wie z.B. Sauerkraut
FolsäureZellteilung und Zellneubildung, Blutbildung, ProteinstoffwechselHefe, Leber, Weizenkeimen, Sojabohnen, Spinat, Trauben, Käse, Eiern
BiotinProtein-, Fett-, KohlenhydratstoffwechselHefe, Leber, Eigelb, Tomaten, Nüssen, Sardinen, Sojabohnen
Vitamin DRegelung des Kalzium- und Knochenstoffwechsels, Knochenbildung und -stärkungfettem Fisch wie Hering oder Aal, Kalbfleisch, Pilzen
Vitamin CBildung von Bindegewebe, Wundheilung, antioxidante Wirkung (Zellschutz)Hagebutten, Sanddorn, Zitrusfrüchten, Paprika, Erdbeeren, Kiwi, Preiselbeeren, Brokkoli, Tomaten, Kohl
Vitamin KBlutgerinnung, Bildung von Knochen-EiweißEigelb, fetten Milchprodukten wie Käse, Kohl, Spinat, Sonnenblumenöl, Leber, Geflügel
Niacinunterstützt biochemische Prozesse zur Energiegewinnung in den ZellenNüssen, Eiern, Milch, Fisch, Fleisch, Innereien
Panthothen-
säure
beteiligt an biochemischen Reaktionen wie Fett- und Kohlenhydrat-Stoffwechsel, Cholesterin-SyntheseHefe, Getreide, Pilzen, Hülsenfrüchten, Eigelb, Hering, Leber

Stand: 11.03.2019, 11:43