Trinken tut gut

Trinken tut gut

Von Anna Beerlink

Der menschliche Körper besteht zu einem großen Teil aus Wasser - und das aus gutem Grund. Denn ohne "H2O" würde zwischen Scheitel und Sohle eigentlich nichts so richtig funktionieren. Zehn Fakten über Wasser und seine Bedeutung für unsere Gesundheit.

Baby trinkt Wasser

Der menschliche Körper besteht - je nach Alter - zu 40 bis 80 Prozent aus Wasser. Bei Neugeborenen ist der Wasseranteil am höchsten, mit dem Alter nimmt er dann kontinuierlich ab. Junge wie alte Menschen brauchen das Wasser für eine ganze Reihe lebenswichtiger Funktionen.

Der menschliche Körper besteht - je nach Alter - zu 40 bis 80 Prozent aus Wasser. Bei Neugeborenen ist der Wasseranteil am höchsten, mit dem Alter nimmt er dann kontinuierlich ab. Junge wie alte Menschen brauchen das Wasser für eine ganze Reihe lebenswichtiger Funktionen.

Die Wasserbilanz des Körpers - also Wasserausscheidung contra Wasseraufnahme - ist im besten Fall ausgeglichen. Zwischen zwei und drei Liter Wasser verliert der Körper pro Tag. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät Erwachsenen, mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich zu nehmen - der Rest wird über die Nahrung aufgenommen. Wichtig ist außerdem, nicht erst dann zu trinken, wenn der Durst einsetzt. Denn dann ist es eigentlich schon zu spät.
"Flüssigkeit" ist ja ein dehnbarer Begriff - und reicht von Gemüsesuppe bis zu heißer Schokolade. Unter Gesundheits-Gesichtspunkten ist es am klügsten, vor allem Wasser zu trinken: Es hat keine Kalorien, ist hygienisch völlig unbedenklich und kostet - zumindest im Fall von Wasser aus der Leitung - nur ein paar Cent.

Ganz grundsätzlich spielt Wasser wegen seiner chemischen Eigenschaften eine zentrale Rolle: Als Lösungsmittel ermöglicht es den Transport zahlreicher Substanzen, ohne die der Körper nicht funktionieren würde. Viele Prozesse des Stoffwechsels wären außerdem in Abwesenheit von Wasser gar nicht möglich.

Auch für das Herz-Kreislauf-System ist Wasser wichtig - immerhin besteht Blut zu über 80 Prozent aus "H2O". Deshalb ist es entscheidend für den Blutfluss - ist der beeinträchtigt, kommt es zu Problemen, weil das Blut seine Funktion als Transportmittel nicht mehr erfüllen kann. Wasser hat außerdem einen Einfluss auf das Blutvolumen, das wiederum für die Aufrechterhaltung des Blutdrucks wichtig ist.

Wasser transportiert Mineralstoffe durch den Körper. Die wiederum werden an zahlreichen Stellen gebraucht: als Bestandteil von Skelett, Gewebe, Hormonen und Enzymen oder für das Funktionieren der Nervenzellen.

Wasser stellt sicher, dass auch Muskeln und Gehirn - beide bestehen selbst zu drei Vierteln aus Wasser - mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Ist diese Funktion beeinträchtigt, kommt es zu geistigen und körperlichen Leistungseinbußen: Schon Flüssigkeitsverluste von zwei Prozent können laut DGE zu einer verminderten Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit führen.

Bei niedrigen Außentemperaturen fungiert der Wasseranteil des Körpers als Wärmespeicher. Und auch wenn es draußen heiß ist, sorgt Wasser als Bestandteil von Schweiß für die Regulierung der Körpertemperatur.

Eine ganz zentrale Funktion von Wasser ist seine "reinigende" Wirkung: Über die Nieren und damit den Urin ermöglicht es die Ausscheidung aller Substanzen, die der Körper wieder loswerden muss - dazu gehören Harnstoff und andere Abbauprodukte.

Die Hygienestandards für Trinkwasser sind ausgesprochen hoch. Es gilt als eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel. Deshalb kann man in der Regel ohne Bedenken zu "Kraneberger" greifen - in dem Wissen, dass man seinem Körper etwas Gutes tut. Der einzige kritische Punkt sind die Rohrleitungen eines Gebäudes: Sind sie überaltert, könnte das Trinkwasser unter Umständen belastet sein.

Zu viel Wasser kann man übrigens auch trinken. Maximal zehn Liter Flüssigkeit pro Tag kann ein gesunder Körper nach Angaben der DEG tolerieren. Wird diese Grenze überschritten, spricht man von "Hyperhydration". Sie bringt den Elektrolythaushalt durcheinander und kann im Extremfall tödliche Folgen haben. Gefährdet sind zum Beispiel unerfahrene Marathonläufer, die vor dem Rennen übertrieben viel trinken - oder Übermütige, die sich auf ein Wett-Wassertrinken einlassen. Da ist die Abkühlung von außen dann doch die bessere Wahl.

Stand: 04.08.2014, 00:00 Uhr