Tomaten - 12 Fakten für Besser-Wisser

Tomaten - 12 Fakten für Besser-Wisser

Die Deutschen lieben Tomaten: Kein anderes Gemüse kommt so oft und in so vielen Varianten bei uns auf den Tisch. Dabei begann die innige Beziehung mit einem ganz großen Missverständnis. Einer von 12 Fakten rund um die Tomate!

Jetzt ist die beste Zeit dafür

Die Herkunft

Afrika, Amerika, Asien: Tomaten werden auf der ganzen Welt produziert. Unangefochten an der Spitze: China. 62 Millionen Tonnen wurden dort 2018 angebaut. Die gesamte EU kam gerade mal auf ein gutes Drittel, nämlich 23 Millionen Tonnen - und Deutschland auf 103.000 Tonnen. Nicht genug für den deutschen Tomaten-Hunger: 27 Kilo pro Kopf und Jahr kamen hier auf den Tisch. Mit der hiesigen Produktion könnten nur knapp 4 Millionen Verbraucher versorgt werden.

Die Herkunft

Afrika, Amerika, Asien: Tomaten werden auf der ganzen Welt produziert. Unangefochten an der Spitze: China. 62 Millionen Tonnen wurden dort 2018 angebaut. Die gesamte EU kam gerade mal auf ein gutes Drittel, nämlich 23 Millionen Tonnen - und Deutschland auf 103.000 Tonnen. Nicht genug für den deutschen Tomaten-Hunger: 27 Kilo pro Kopf und Jahr kamen hier auf den Tisch. Mit der hiesigen Produktion könnten nur knapp 4 Millionen Verbraucher versorgt werden.

Die Sorten

Von A wie "Agro" bis Z wie "Zebrino": Mehr als 10.000 Sorten Tomaten soll es Schätzungen zufolge geben, und es kommen jedes Jahr neue dazu - gerippt, gestreift, klein wie eine Beere und pfundschwer. Die "Tomoffel" gehört nicht dazu: Sie ist keine neue Fruchtart, sondern eine Mischung aus Tomate und Kartoffel an einer Pflanze und (bis jetzt) eher eine Spielerei.

Der Ursprung

Die Tomate stammt ursprünglich aus Mittelamerika. Die Maya und Azteken nannten sie "Xictomatl", was "Schwellfrucht" heißt. Rein äußerlich hatten die ersten Tomaten, die mit Christoph Kolumbus nach Europa kamen, wenig mit unseren Supermarkt-Tomaten zu tun. Sie waren klein und hatten eine gelbe Schale - daran erinnert die italienische Bezeichnung "pomodoro" (Goldapfel).

Botanik

Obst? Gemüse? Fruchtgemüse! Wer es ganz genau wissen will: Die Tomate ist ein Mittelding, weil sie jedes Jahr neu gepflanzt werden muss - wie Gemüse. Aber ihre Frucht entsteht aus der Blüte - wie bei Obst. Auch Paprika, Zucchini und Melonen sind Fruchtgemüse. Außerdem ist sie ein Nachtschattengewächs: Sie enthält wie die Kartoffel giftige Stoffe.

Wer war Margherita?

So vielfältig die Frucht, so zahlreich die Mythen: Die Pizza Margherita mit ihren rot-weiß-grünen Zutaten zum Beispiel wurde wohl nicht zu Ehren der italienischen Königin und der Einigung Italiens kreiert. Eine solche Pizza haben die Napolitaner schon lange vorher gegessen und mit weißer Mozarella und grünen Basilikum in Blumenform belegt - eben wie bei einer Margerite.

Einzelkämpferin

Diese Tomatenpflanze hat sich vor ein paar Jahren am Bonner Rheinufer angesiedelt, als der Flusspegel extrem niedrig war. Weiter südlich, in Bad Hönningen, gab es sogar eine Tomaten-Kolonie. Wie die Ernte ausfiel, ist nicht überliefert.

Mückenschutz

Tomatenpflanzen riechen so intensiv, dass die nervigen Tierchen einen großen Bogen um sie machen. Ein paar Pflanzen im Blumenkasten oder auf der Terrasse sind eine gute Alternative zur Spraydose.

Tomaten-Schlachten

Manchmal landen die Tomaten nicht auf dem Teller, sondern im Gesicht. Tomaten-Schlachten haben Tradition - in Spanien bei der "Tomatina"...

.... und in Indonesien wie hier in Lembang. Da werden aber nur faule Tomaten geworfen - und später als Kompost weiterverwendet.

Treulos und blind dazu

Wer seine Freunde versetzt, ist eine "treulose Tomate". Und ein Schussel, der den Autoschlüssel nicht findet, obwohl er ganz offensichtlich auf dem Schrank liegt, hat "Tomaten auf den Augen". Es gibt mehrere Theorien, wie die Redewendungen entstanden sind. Bei der "treulosen Tomate" spielte wohl eine Rolle, dass der Anbau früher oft schief ging. Außerdem sollen die Deutschen im Ersten Weltkrieg die Italiener "Tomate" genannt haben. Und als die ihre Neutralität aufgaben, waren sie "treulos" geworden. Zu den "Tomaten auf den Augen" - das könnte eine Anspielung auf die roten, geschwollenen Augen eines sehr müden Menschen sein. Aber vielleicht geht der Ausdruck auch auf eine alte Bestrafung in Spanien zurück. Da galten die roten Früchte als "Frucht der Sünde" - und wer das Gesetz oder die Ehe gebrochen hatte, musste mit vor den Augen verbundenen Tomaten herumlaufen.

Stand: 15.04.2025, 17:59 Uhr