Gourmetsalze im Test: Was können sie wirklich?

Ein Holzlöffel mit Meersalz liegt auf einem Tisch.

Gourmetsalze im Test: Was können sie wirklich?

Von Anke Kahle

  • Gourmetsalze sind nicht gesünder als Tafelsalz
  • Nicht von "schein-Bio" täuschen lassen
  • Naturbelassene Salze sind oft unbehandelt

Warum Gourmetsalze so beliebt sind

Sie sehen vor allem gut aus. Beim vulkanischen Hawaii-Salz entstehen die verschiedenen Farben durch natürliche Zusätze wie Aktivkohle oder Bambusblätterextrakt. Da kann das Salz dann auch mal grün oder schwarz schimmern. Beim Himalaya-Salz sorgt ein geringer Anteil an Eisenoxid für eine lachsrosa Färbung.

Was ist dran am Himalaya-Salz?

Das Himalaya-Salz stammt aus einem Salzgebirge in Pakistan, etwa 200 Kilometer vom Himalaya entfernt. Es besteht zu 98 Prozent aus Natriumchlorid, genauso wie herkömmliches Speisesalz. Der zusätzliche Mineralstoffgehalt beträgt dementsprechend nur ein paar Prozent und trägt daher nicht maßgeblich zur Mineralstoffversorgung bei. Hier steht also mehr drauf, als drin ist.

Gourmetsalze im Test: Was können sie wirklich?

WDR 2 Servicezeit 22.05.2019 03:46 Min. WDR 2

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Zurück zur Natur

Gourmetsalze haben einen klaren Vorteil: Sie sind naturbelassen, im Vergleich zu normalen Tafelsalz. Das ist häufig mit Riesel-Hilfen versehen, damit es nicht klumpt. Die Gourmetsalze sind insgesamt weniger stark verarbeitet.

Bio ist nicht gleich Bio

Vorsicht vor "Bio-Salz"! Salz ist kein landwirtschaftliches Produkt. Es wird nicht angebaut, sondern abgebaut. Höchstens die Kräuter eines Kräutersalzes können biologisch angebaut werden. Ein reines "Bio-Salz" gibt es nicht.

Stand: 21.05.2019, 16:28