Reis ist oft mit Arsen belastet

Der große Reis-Check Markt 03.04.2019 06:26 Min. UT Verfügbar bis 03.04.2020 WDR Von Katrin Niemann

Reis ist oft mit Arsen belastet

  • Alle Produkte der Stichprobe enthalten anorganisches Arsen
  • Gesetzliche Grenzwerte für Pestizide wurden nicht überschritten
  • Reis (vor allem Naturreis) lieber nicht täglich essen

Arsen ist ein Gift, das in Krimis schon oft die Hauptrolle gespielt hat. Weniger unterhaltsam ist dagegen, dass in der Vergangenheit bei Lebensmittelkontrollen immer wieder Arsen gefunden wurde - vor allem Reis ist belastet. Es können sich aber auch geringe Spuren in Brot, Milch oder sogar Wasser finden.

Kochbeutel-, Parboiled- und Vollkornreis in der Stichprobe

Der WDR hat sechs verschiedene Reisprodukte im Labor untersuchen lassen. Das Ergebnis: Kein Produkt in der Stichprobe ist frei von Arsen. Allerdings liegt die Menge in allen Proben unterhalb der gesetzlich zulässigen Grenzwerte.

Positiv: In der Analyse hinsichtlich Pestiziden hatten die Prüfer nichts zu beanstanden. Lediglich eine Probe enthielt minimalste Mengen, aber im Hundertstel Bereich der erlaubten Höchstmenge.

Die Ergebnisse im Überblick:

Für die detaillierten Ergebnisse der einzelnen Reissorten klicken Sie bitte auf die Lupe.

Arsen - natürlich vorkommendes Gift

Anorganisches Arsen ist ein natürlich vorkommendes Element (Halbmetall), das je nach Region in unterschiedlicher Konzentration im Boden, Grundwasser und in Pflanzen auftritt. Reis ist als Pflanze besonders betroffen, weil die Felder mit Wasser geflutet werden und so das Arsen aus dem Boden gelöst wird und in die Pflanze eintreten kann.

Reis Verköstigung Markt 03.04.2019 06:51 Min. UT Verfügbar bis 03.04.2020 WDR Von Ingrid Bertram

Empfehlung: Nicht jeden Tag Reis essen

Das Problem: Anorganisches Arsen kann die Nerven schädigen und ist krebserregend. Vollkornreis ist oftmals stärker belastet, hat aber auch mehr Nährstoffe als der geschälte, weiße Reis.

Toxikologen empfehlen, nicht jeden Tag Reis zu essen, um die Gesamtbelastung mit Arsen so gering wie möglich zu halten. Das ist vor allem für Kinder wichtig. Für Kinderlebensmittel gelten deshalb hinsichtlich der Arsenbelastung strengere Grenzwerte.  

Tipp: Reis waschen

Am besten den Reis vor dem Kochen waschen, damit wäscht man auch die Schadstoffe teilweise aus. Sollen möglichst viel Nährstoffe erhalten bleiben, sollte Reis laut dem WDR-Laborversuch durch Dampfgaren zubereitet werden. Faustregel: Eine Tasse Reis in zwei Tassen Wasser garen. Dabei sollten die Körner nicht mehr als einen Finger breit mit Flüssigkeit bedeckt sein.

Stand: 03.04.2019, 12:00