Stiftung Warentest: Leitungswasser statt Mineralwasser

Verschiedene Wasserflaschen

Stiftung Warentest: Leitungswasser statt Mineralwasser

  • Von 32 getesteten Wässern ohne Kohlensäure nur 15 Produkte "gut"
  • Zwei Bio-Wässer mit "mangelhaft" beurteilt
  • Tester empfehlen Wasser aus dem Hahn

Stille Mineralwässer sind laut Stiftung Warentest oft mit Keimen oder kritischen Stoffen belastet oder mit Spuren aus Landwirtschaft und Industrie verunreinigt.

Biowasser mit Radium-Anteil

Im Test von 32 natürlichen Wässern ohne Kohlensäure erhielten nur 15 Produkte die Note "gut", wie Stiftung Warentest am Mittwoch (26.06.2019) mitteilte. Zwei Wässer mit Bio-Label beurteilten die Tester sogar mit "mangelhaft". In der "Rheinsberger Preußenquelle" wurden etwa derart viele Keime entdeckt, dass das Wasser laut Stiftung Warentest Menschen mit schwachem Immunsystem gefährlich werden könnte. "Biokristall" wurde mit mangelhaft bewertet, weil es zu viel vom radioaktiven Stoff Radium enthielt. 

Mineralwasser versus Leitungswasser

WDR 5 Quarks - Topthemen aus der Wissenschaft 02.05.2019 05:07 Min. Verfügbar bis 01.05.2024 WDR 5

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Gute Noten für Supermarkt-Eigenmarken

Am besten bewertet wurden die Eigenmarken-Wässer von Aldi-Nord, Edeka und Rewe. Warentest nahm auch drei Wässer unter die Lupe, die als Baby-Mineralwasser angeboten werden. Spezielle Baby-Wässer sind demnach unnötig. Die Stiftung rät, Nahrung für Babys in den ersten Monaten zur Sicherheit nur mit abgekochtem Wasser zuzubereiten.

Auch für alle anderen Menschen empfehlen die Tester das Wasser aus dem Hahn. Es sei genauso gut und deutlich günstiger als stilles Wasser aus der Flasche.

Wassersprudler im Test Servicezeit 04.06.2019 06:55 Min. UT Verfügbar bis 04.06.2020 WDR Von Ulrike Schulz

Stand: 26.06.2019, 13:59