Warum Milch günstiger und Butter teurer wird

Warum Milch günstiger und Butter teurer wird

Während die Preise für Milch in den Supermärkten im Mai nach unten gingen, ist die Butter teurer geworden. Wie kann das sein?

Ein Grund für die Preisentwicklung ist zum einen die marktbeherrschende Stellung von Aldi Nord und Süd, die Anfang Mai 2018 neue Preise für Milch und Butter vorgelegt haben, die in der Regel als Orientierungswert für die anderen Supermarktketten gelten.

50 Cent teurer als im Vorjahreszeitraum

Der Liter Vollmilch in der untersten Preiskategorie kostet nur noch 69 Cent, statt bisher 78 Cent. Der Preis für das 250-Gramm-Stück Butter stieg um 20 Cent auf 1,79 Euro. Das bedeutet einen Aufschlag von rund 12,6 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Butterpreis sogar um 50 Cent.

Grund für den starken Rückgang beim Preis für Trinkmilch sei vor allem die zuletzt wieder gestiegene Milchmenge, sagte Björn Börgermann, Referent beim Milchindustrieverband.

Hohe Nachfrage nach Fett

Verantwortlich für den Preisanstieg bei Butter ist den Experten zufolge die hohe Nachfrage nach Fett. "Der Fettgehalt in der Rohmilch ist Anfang des Jahres niedriger gewesen", sagte Börgermann vom Milchindustrieverband. Gleichzeitig sei viel davon für die Herstellung von fetthaltigerem Käse benötigt worden, "weil man da eine bessere Verwertung hatte". Hinzu komme die beginnende Spargelsaison, in der viel Butter gegessen wird.

Zudem gibt es unterschiedliche Vertragslaufzeiten des Handels mit den Molkereien. Der Milchpreis wird für sechs Monate festgelegt, der Preis für Butter alle ein bis zwei Monate, kann daher auch schneller an die Nachfrage angepasst werden.

Rekordpreis im September 2017

Die Butterpreise waren Ende des vergangenen Jahres zeitweise auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten gestiegen. Noch im September kostete das 250-Gramm-Paket im Preiseinstiegs-Bereich 1,99 Euro. Inzwischen haben sich Preis und Nachfrage wieder normalisiert.

Stand: 30.05.2018, 11:40