Maronen und Esskastanien – gesund naschen in der Weihnachtszeit

Maronen und Esskastanien – gesund naschen in der Weihnachtszeit

Von Ina Schütz

  • Geröstete Maronen sind der Klassiker im Advent
  • Worin unterscheiden sich Maronen und Kastanien?
  • Tipps zu Einkauf und Zubereitung

Maronen, Ess- und Rosskastanien – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Botanisch gesehen ist die Marone eine Unterart der Esskastanie. Sie unterscheiden sich im Aussehen und im Geschmack. Die Esskastanie ist generell etwas kleiner und rundlicher, die Maronen dagegen groß, platt und herzförmig. Sie schmeckt etwas süßlicher, die Esskastanie nicht ganz so aromatisch.

Rosskastanien haben zwar eine große Ähnlichkeit mit den Esskastanien und Maronen, sind aber nicht mit ihnen verwandt: Sie gehören zu den sogenannten Seifenbaumgewächsen. Sie enthalten Inhaltsstoffe, die zu Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen führen können. Aus diesem Grund sollte man die Rosskastanien immer nur zu Dekoration nutzen!

Maronen und Esskastanien punkten mit tollen Inhaltsstoffen

Esskastanien und Maronen sind sehr fettarm, allerdings haben sie trotzdem in etwa 200 Kalorien pro 100 Gramm. Die Naschfrüchte machen uns dafür aber richtig satt und enthalten gute Ballaststoffe und Kohlenhydrate, die unsere Serotoninausschüttung unterstützen und uns dadurch sogar glücklich machen.

Einkaufstipps für Maronen und Esskastanien

  • Maronen und Esskastanien sollten glatt, glänzend sein und schwer in der Hand liegen.
  • Die Schale sollte fest sein und sich nicht eindrücken lassen.
  • Falls kleine Löcher zu entdecken sind, deutet das auf Wurmbefall hin. ->Da Maronen und Esskastanien sehr wurmanfällig sind, ist es wichtig, einen Wurmtest durchzuführen! Ganz einfach die Esskastanien in eine Schale mit lauwarmen Wasser legen. Von Würmern befallene Esskastanien und schrumpelige schwimmen an der Wasseroberfläche und können so leicht aussortiert werden.

Maronen und Esskastanien richtig zubereiten!

Die Stärke in den Früchten ist im rohen Zustand nur schwer verdaulich. Erst wenn sie erhitzt wird, ist sie besser verträglich. Wichtig: Maronen und Esskastanien immer vor dem Erhitzen einschneiden, ansonsten platzen sie. Ob einkreuzen oder einritzen, spielt keine große Rolle.

Im Topf müssen die Früchte 15 Minuten kochen, in eine Pfanne – ganz ohne Zugabe von Öl – können sie ca. 20 Minuten auf niedriger Stufe geröstet werden. Alternativ kann man Maronen und Esskastanien auch für ca. 15 Minuten im Ofen bei 180 Grad rösten. Danach die Früchte direkt schälen, denn wenn die Früchte noch warm sind, lässt sich die Schale viel einfacher lösen!

Tipp: Maronen und Esskastanien werden saftiger, wenn man sie vor der Zubereitung in Wasser einweicht.

Rezept: Kartoffel-Maronen-Suppe

Das Bild zeigt das fertige Gericht: "Kartoffel-Maronen-Suppe".

Wer Maronen mag und gern selbst sammelt, sollte sich die Wälder von Alpen-Bönninghardt am Niederrhein in der Karte markieren. Wir kochen aus den Esskastanien eine feine Vorspeise für die Festtage. | mehr

Stand: 12.12.2018, 10:06