Landwirtschaft in NRW: Was wächst wo?

Ansicht von oben auf einen Mähdrescher im Einsatz auf einem gelb-grün-braunen Feld

Landwirtschaft in NRW: Was wächst wo?

  • Statistik: Überblick über die Landwirtschaft in NRW
  • Erzeugungsmengen, Preise und Flächennutzung
  • Nur ein Bruchteil wird ökologisch bewirtschaftet

Das statistische Landesamt hat eine Fülle an Zahlen zur Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen zusammengetragen. Da geht es um Tierbestände, Erntemengen und Betriebsgrößen. Der Blick in diese Statistik offenbart ein paar Überraschungen.

Wenig Fläche für ökologischen Anbau

Wer auf die Gemüseauslagen vieler Supermärkte schaut, könnte den Eindruck gewinnen, dass die ökologischen Produkte immer mehr aufholen. Ein Blick auf die Flächenverteilung um Land zeigt, dass in dieser Weg noch sehr weit ist. Von den 1,4 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzter Flächen sind nur knapp 61000 für die ökologische Landwirtschaft genutzt. Das ist ein Anteil von 4,2 Prozent.

Beim Blick auf die Flächen zeigt sich noch mehr – dann nämlich, wenn man schaut, wie groß die Betriebe sind, die diese Flächen bewirtschaften. In den Jahren zwischen 2013 und 2016 gab es vor allem bei den ganz kleinen und ganz große Betrieben eine Vergrößerung der jeweiligen Anbau- und Nutzflächen. Deutlich wird hierbei, dass vor allem die Großbetriebe ihre Flächen vergrößert haben.

Bei den mittelgroßen Betrieben ist der Rückgang der Fläche vor allem auf einen Rückgang der Betriebe zurückzuführen.

Knapp vier Millionen Tonnen Zuckerrüben

Die Nutzung dieses Landes ist unterschiedlich. Gut eine Million Hektar von NRW sind Ackerland – und davon wird mehr als die Hälfte für den Getreideanbau genutzt. Die Erntestatistik zeigt, dass auch der Gesamtertrag von Getreide am höchsten ist. Danach folgt bereits die Zuckerrübe – deutlich vor der Kartoffel.

Ein regionaler Schwerpunkt der Landwirtschaft in NRW ist das Münsterland. Das zeigt sich nicht zuletzt bei den Tierzählungen. Mehr als vier Millionen Schweine wurden zum Stichtag im November 2017 im Regierungsbezirk Münster gehalten.

Bei der Produktion von Eiern ist wiederum das Münsterland im Regionalvergleich an der Spitze. Hier wurden mit 704 Millionen Eiern fast die Hälfte der gesamten NRW-Produktion erzeugt.

Von den Eiern zur Milch. Bei den Milcbauern setzt sich nach Angaben der Landesvereinigung Milchwirtschaft der Strukturwandel fort. Seit 1980 ist die Zahl der Milchkuhhalter um 87,17 Prozent gesunken. Gleichzeitig stieg die Zahl der Kühe pro Betrieb um das Fünffache an.

Der Milchpreis für die Bauern ist schwankend, hatte aber weder bei der konventionell erzeugten Milch noch bei Milch aus Ökobetrieben große Ausreißer nach oben oder unten.

Serie "Zwischen bio & konventionell" - Ohne Glyphosat

WDR 5 Morgenecho - Beiträge 01.04.2019 03:12 Min. Verfügbar bis 31.03.2020 WDR 5 Von Karin Bensch

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Stand: 01.04.2019, 00:00