Kürbis: Gesund, lecker und dekorativ

Das Bild zeigt Kürbisse

Kürbis: Gesund, lecker und dekorativ

Im Herbst kommt man um Kürbisse kaum herum: Entweder auf dem Speiseplan oder als Dekoration im Haus. Doch was steckt hinter dem Herbstklassiker? Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um den Kürbis.

- Kürbis und Gesundheit
-
Rezepte
-
Warenkunde
-
Basteln mit Kürbissen

Kürbisse gibt es in Europa seit dem 16. Jahrhundert. Sie wurden unter anderem von spanischen Seefahrern aus Amerika mitgebracht. Heute geht man von über 800 verschiedenen Sorten weltweit aus.

Kürbis und Gesundheit

Sind Kürbisse gesund?

Ja. Das Fruchtfleisch von Kürbissen ist reich an Vitamin A und B1. Zudem enthält es viel Eisen und Kalium. Kürbis wirkt entwässernd und verdauungsfördernd und eignet sich sehr gut als Schonkost bei Magenproblemen.

Sind auch Kürbiskerne gesund?

Kürbiskerne

Gerade die Kürbiskerne haben einen hohen medizinischen Wert. Aus den Samen des so genannten Medizinkürbis werden Präparate gegen Blasen- und Prostatabeschwerden hergestellt. Die Kerne enthalten so genannte Phytosterole, die das Wasserlassen erleichtern. Damit helfen sie, die Symptome zum Beispiel einer vergrößerten Prostata zu lindern, können aber die Ursache nicht beeinflussen.

Die Kerne aller Speisekürbisse sind essbar. Sie enthalten wichtige Fettsäuren und schmecken geröstet hervorragend als Topping auf Salaten oder in der Suppe.

Können Kürbisse giftig sein?

Ja, das kann tatsächlich passieren. Grund ist der Bitterstoffs Cucurbitacin. Der kommt normalerweise nur in Zierkürbissen vor, die deshalb auch nicht zum Verzehr geeignet sind. Schon kleine Mengen des Giftstoffes, der in allen Zierkürbissen enthalten ist, schaden dem Magen-Darm-Trakt und können bei Nicht-Erkennung lebensbedrohlich sein.

Doch Vorsicht beim Anbau im eigenen Garten: Es kann aber nach langen Hitzeperioden passieren, dass auch Speisekürbisse den Bitterstoff bilden. Dir Pflanze reagiert damit auf den Stress durch die Hitze. Allerdings ist der sehr bittere Geschmack gut zu erkennen. Am besten probiert man ein kleines Stück - schmeckt es sehr bitter, sollte man es besser ausspucken und den Kürbis wegwerfen. Denn sobald der Kürbis gekocht sind, lässt sich der bittere Geschmack möglicherweise nicht mehr so stark herausschmecken.

Kürbis in der Küche

Kürbis ist in der Küche sehr vielseitig einsetzbar. Basis dafür ist die Fülle an Sorten, die vom Ofengemüse über die klassische Suppe bis zu Desserts reichen.

Warenkunde

Der Kürbis ist aus botanischer Sicht gar kein Gemüse sondern eine Beere – und damit eine Frucht. Es ist sogar die größte Frucht der Welt und kann bis zu 500 Kilogramm auf die Waage bringen. Insgesamt gibt es mehr als 800 verschiedene Sorten.

Was ist das Besondere an Kürbiskernöl?

Kürbiskernöl ist eine Delikatesse - und damit auch nicht ganz günstig. Es wird aus speziellen Ölkürbissen gewonnen, deren Fruchtfleisch man nicht essen kann. Charakteristisch für Kürbiskernöl ist die dunkelgrüne Farbe und das nussige Aroma. Verwendet wird es vor allem für Salatdressings oder als Topping in der Kürbissuppe.

Kürbiskernöl aus der Steiermark in Österreich ist das einzige Kürbiskernöl, das geografisch mit einem Herkunftssiegel geschützt ist.

Kürbissorten - eine Auswahl

Viele Sorten, viele Einsatzgebiete...

Das Bild zeigt einen Hokkaido-Kürbis.

Hokkaido - der bekannteste unter den Kürbissen
Der orangene Hokkaido-Kürbis ist wohl der bekannteste Kürbis. Das könnte vor allem daran liegen, dass der Kürbis mit Schale verzehrt werden kann. Ob als Kürbissuppe, gebacken oder gebraten - den Hokkaido kann man vielseitig in der Küche verwenden. Auch roh als Snack oder im Salat schmeckt er hervorragend.

Hokkaido - der bekannteste unter den Kürbissen
Der orangene Hokkaido-Kürbis ist wohl der bekannteste Kürbis. Das könnte vor allem daran liegen, dass der Kürbis mit Schale verzehrt werden kann. Ob als Kürbissuppe, gebacken oder gebraten - den Hokkaido kann man vielseitig in der Küche verwenden. Auch roh als Snack oder im Salat schmeckt er hervorragend.

Bischofsmütze - das Dekowunder
Dieser Kürbis besticht durch seine Optik. Er bildet starke Wulsten in der Mitte, die an einen Turban erinnern. Aus diesem Grund wird er oft mit einem Zierkürbis verwechselt, doch die Bitterstoffe wurden aus ihm herausgezüchtet, so dass er ohne gesundheitliche Folgen verspeist werden kann. Er schmeckt nur sehr leicht nach Kürbis, daher eignet sich sein Fleisch vor allem für Suppen und Eintöpfe. Die Schale sollte man bei ihm nicht mitverzehren.

Zierkürbisse sind nicht zum Verzehr geeignet!
Vorsicht bei den Zierkürbissen. Rein äußerlich sind sie nur schwer von Speisekürbissen zu unterscheiden. Doch essen sollte man sie nicht. Sie enthalten Bitterstoffe, sogenannte Cucurbitacine, die auf den menschlichen Körper giftig wirken. Beim Verzehr kann es zu schlimmen Magen- und Darmbeschwerden kommen.

Butternut-Kürbis
Dieser Kürbis schmeckt mild und nussig. Man muss ihn nicht schälen.

"Spaghetti"-Kürbis
Passend zum Namen "Spaghetti" passt dieser Kürbis gut zu Pasta: Auch das Fruchtfleisch erinnert an Spaghetti.

"Surprise"-Kürbis
Diese Sorte eignet sich besonders gut für die Mikrowelle.

Ölkürbis
Dieser Kürbis wird zur Gewinnung von Öl und Kürbiskernen verwendet.

Die kleine Schwester des Kürbis - die Zucchini
Auch die Zucchini zählt zu den Kürbisgewächsen. Zucchini haben einen nussig- milden Geschmack und sind ein ausgesprochen vielseitiges Gemüse. Sie lassen sich einfach zubereiten, denn die Schale kann ohne Probleme mitverzehrt werden. Neben den grünen Zucchini gibt es auch die gelbschalige Variante. Sie ist etwas milder im Geschmack. Doch Vorsicht: Ihre Schale ist etwas dünner und empfindlicher.

Basteln mit Kürbissen

Kürbisse

Der Kürbis wurde im 16. Jahrhundert aus Amerika nach Europa gebracht - und 400 Jahre später kommt ein Brauch über den Atlantik, bei dem der Kürbis eine wichtige Rolle spielt: Halloween. Klassisch wird der Kürbis dafür ausgehöhlt, geschnitzt und dann von innen mit Kerzen beleuchtet. Tipps zum Basteln gibt es hier:

Stand: 16.10.2020, 11:59