Wohin mit der Zoch-Kamelle?

Rosenmontag werden Kamellen geworfen

Wohin mit der Zoch-Kamelle?

Von Friederike Müllender

  • Allein in Köln 300 Tonnen Kamelle geworfen
  • Wo die Vereine ihr Wurfmaterial kaufen, entscheiden sie selbst
  • Süßigkeiten spenden oder verarbeiten

Jeder Verein entscheidet selbst über sein Wurfmaterial

Die Fußgruppen und Vereine im Karneval entscheiden selbst darüber, wo sie ihr Wurfmaterial kaufen. Einen großen, organisierten Einkauf für alle gibt es nicht. In Köln kommen die meisten Kamellen von einem Süßwarenhersteller aus Alfter. Seit 20 Jahren beliefert dieser mehr als 70 Vereine in Köln.

Wohin mit der Zoch-Kamelle?

WDR 2 Servicezeit | 13.02.2018 | 03:22 Min.

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Der Trend geht zu Markenwaren

Viele Süßigkeiten werden so eingepackt, dass man am Logo direkt erkennen kann, wer sie geworfen hat.  Viele Vereine in Köln setzen dabei auf deutsche Markenware, die sie mit ihrem Zeichen verpacken lassen. Damit wollen sie verhindern, dass die Süßigkeiten einfach auf dem Boden liegen bleiben. Im vergangenen Jahr wurden an Rosenmontag allein 700.000 Tafeln Schokolade und 220.000 Schachteln Pralinen geworfen.

Wohin mit zu viel Kamelle

In einen gut gefüllten Beutel passen an Karneval locker zwei, drei Kilo Süßigkeiten. Wer die nicht alle selbst essen möchte, kann bei sozialen Einrichtungen in der Nähe nachfragen, ob sie die Süßigkeitenspende gebrauchen können. Wichtig dabei ist, dass die Verpackungen nicht beschädigt wurden und die Süßigkeiten nicht völlig zerkrümelt oder zerquetscht wurden.

Alternativ gibt es im Internet Rezepte etwa für die für den Rosenmontagszug typischen Neapolitaner Waffeln. Gemeinsam mit Mascarpone und frischen Beeren ergeben sie einen leckeren Nachtisch.

Stand: 13.02.2018, 10:10