Heimisches Gemüse – Fitmacher für den Winter

Heimisches Gemüse – Fitmacher für den Winter

Von Birgit Brückner und Birgit Bonk

  • Heimisches Gemüse ist wahres Superfood
  • Grünkohl, Rotkohl sind reich an Vitaminen
  • Viele Nährstoffe in Wurzelgemüse und Salat

Heimisches Gemüse - vielfältig und wertvoll

Gerade in der kalten Jahreszeit bieten die Gemüsesorten aus der Region viele leckere und unglaublich gesunde Sorten. Ob Grünkohl, Rotkohl oder Wirsing, sie alle haben reichlich Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Für unseren Körper sind Blumenkohl, Schwarzwurzeln, Feldsalat und Co. regelrechte Nährstoff-Bomben.

Regionales Gemüse bleibt länger frisch

Tomaten und Gurken dagegen büßen im Winter oft an Qualität und Geschmack ein. Sie werden aus Spanien oder Italien importiert und haben bereits Hunderte Kilometer weite Transportwege hinter sich. Das regionale Wintergemüse bleibt frisch, hält sich deutlich länger und behält die Vitamine und Mineralstoffe. Und Wintergemüse ist kalorienarm – nahezu perfekt also.

Wintergemüse frisch vom Feld statt Paprika aus Spanien

Das Bild zeigt verschiedene Sorten heimisches Gemüse.

Gute Ökobilanz - Wintergemüse aus der Region

Die Ökobilanz von Gemüse aus dem Ausland ist um Längen schlechter als das vom Wintergemüse aus der Region. Hohe Transport- und Energiekosten fallen an. Unser Wintergemüse wächst dagegen oft neben dem Hofladen, der das Gemüse direkt vom Feld in den Laden bringt. Der Kauf von hiesigem Gemüse stärkt also nicht nur unser Immunsystem, sondern schützt auch die Umwelt.

Auch im Preis punktet Wintergemüse

Darüber hinaus schont das Wintergemüse auch den Geldbeutel. Der hohe Preis für importiertes Gemüse im Winter ist erklärbar: Zu den hohen Transportkosten müssen auch die Energie für Treibhäuser und Gewächshäuser finanziert werden. Die Kosten hierfür werden auf den Käufer umgelegt.

Die Wintergemüse unserer Region sind an die klimatischen Winter gewohnt, brauchen keinen teuren Schutz durch Treibhäuser. Transportkosten fallen kaum ins Gewicht.

Die drei gesündesten Wintergemüse

Lange Zeit hatten Pastinake, Steckrübe, Schwarzwurzel und Co. kein gutes Image. Doch inzwischen ist bekannt: Heimisches Wintergemüse ist das wahre Superfood.

Grühnkohlblätter mit Messer und Erde

Grünkohl: Der Star unter den Wintersorten ist der Grünkohl. Sein Nährstoffgefüge übertrifft viele andere Sorten: Er strotzt nur so vor Vitamin A, C, K und Folsäure, Kalcium, Kalium, Magnesium und Eisen und gilt deshalb als vitaminreichstes Gemüse überhaupt.

Grünkohl: Der Star unter den Wintersorten ist der Grünkohl. Sein Nährstoffgefüge übertrifft viele andere Sorten: Er strotzt nur so vor Vitamin A, C, K und Folsäure, Kalcium, Kalium, Magnesium und Eisen und gilt deshalb als vitaminreichstes Gemüse überhaupt.

Auch wegen seiner sekundären Pflanzenstoffe kann man Grünkohl mit Recht als Superfood bezeichnen. Denn sekundäre Pflanzenstoffe sollen viele günstige Wirkungen auf die Gesundheit haben, zum Beispiel das Abwehrsystem stärken und den Cholesterinspiegel senken. 

Rosenkohl enthält so viel Vitamin C wie kaum ein anderes Gemüse. Schon 100 Gramm decken mehr als 100 Prozent des offiziellen Tagesbedarfs. Außerdem ist der Rosenkohl reich an Mineral- und Ballaststoffen.

Feldsalat ist der Wintersalat schlechthin, denn er ist einer der nährstoffreichsten Salate. Er enthält vor allem Eisen, was ihn besonders wertvoll für Vegetarier macht. Zu seinem Portfolio an gesunden Inhaltstoffen gehören außerdem Carotinoide, Folsäure, Vitamin C und Kalium.

Rezepte für mehr Vielfalt auf dem Teller

Die vielen Sorten, die bei uns uns im Winter wachsen, bieten unserem Speisezettel eine große Gemüsevielfalt. Doch viele wissen einfach nicht, wie sie die saisonalen Wintergemüse kochen sollen. Hier finden Sie drei Grünkohl-Rezepte aus der Sendung "Markt" sowie drei Ideen für die Zubereitung von Pastinaken, Steckrüben und Petersilienwurzeln.

Grünkohl-Cashew-Smoothie

Das Bild zeigt das Getränk: "Grünkohl-Cashew-Smoothie"

Aperitif : Grünkohl-Cashew-Smootie

Vorbereitungszeit: 5 Minuten Portionen: 4

Zutaten:
50 g Cashewkerne, ungesalzen
200 g Trauben, hell, kernlos
50 g Grünkohl ohne Strunk, in groben Stücken
100 g Apfel, säuerlich entkernt, in Stücken
200 g Wasser
2 TL Honig

Zubereitung:
Cashewkerne, Weintrauben, Grünkohl, Apfel, Wasser und Honig in den Mixer geben, pürieren, in 4 Gläser füllen und sofort servieren.

Grünkohl-Apfel-Salat

Vorspeise: Grünkohl-Apfel-Salat

Vorbereitungszeit:10 Minuten Portionen: 4

Zutaten:

1 Zwiebel halbiert
5 Stängel Petersilie abgezupft
100 g Grünkohl ohne Strunk, in groben Stücken
250 g Äpfel, säuerlich geviertelt, entkernt
125 g Naturjoghurt
1 EL Agavendicksaft
2 EL Öl
2 EL Zitronensaft
½ TL Salz
½ TL Pfeffer

Zubereitung:
Zwiebel und Petersilie zerkleinern. Grünkohl und Äpfel klein schneiden und dazu geben. Joghurt, Agavendicksaft, Öl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer zugeben, verrühren und abschmecken. Grünkohl-Apfel-Salat umfüllen, 30 Minuten ziehen lassen und servieren.

Verfeinern kann man das ganze natürlich auch noch mit Croutons, Trockenfrüchten, Nüssen oder Käsewürfeln

Grünkohl mit Kasseler, Mettwürstchen und Kartoffeln

Das Bild zeigt das Gericht: "Grünkohl mit Kasseler, Mettwürstchen und Kartoffeln"

Hauptspeise: Grünkohl mit Kasseler, Mettwürstchen und Kartoffeln

Vorbereitungszeit: 30 Minuten

Zutaten:
30 g Speck gewürfelt
2 Scheibe/n Kasseler (Kotelett)
2 Würste, Mettenden oder/und Pinkelwürste
0,5 kg Grünkohl
1 EL Butterschmalz
1 Zwiebel(n), in Würfel
1/2 EL Senf
200 ml Gemüsebrühe
200 g Kartoffel(n), kleine, nicht geschält!
1/2 EL Butter
Salz und Pfeffer
Muskat

Zubereitung: Bräter aufstellen und Butterschmalz darin erhitzen. Zwiebelwürfel und Speck darin anbraten. Kartoffeln (mehlig kochende) schälen, würfeln und mit dem Grünkohl zufügen. Das ganze etwas angehen lassen. Mit der Hälfte der Brühe ablöschen, Gewürze und Senf zufügen.

Gute 45 Minuten mit Deckel garen und dann die Würste dazu geben. Gegebenenfalls etwas Brühe nachgießen. Weitere 30 Minuten garen. Am besten schmeckt der Grünkohl, wenn er nun ohne Hitze über Nacht zieht, einige Stunden sollten es jedoch mindestens sein, damit sich das volle Aroma der Würste und des Kohls entfalten kann. Dann kann der Grünkohl wieder erhitzt werden und nun werden erst die Kasseler-Koteletts dazu gegeben. Diese sollten ca. 20 Minuten mit garen, damit sie nicht zu trocken werden, ggf. noch etwas Brühe angießen, damit nichts anbrennt.

Vor dem Servieren noch einmal nachwürzen, Kasseler, Mettwürstchen und Speck aus dem Bräter nehmen und den Grünkohl mit Kartoffelpulver binden.

Drei einfache Rezepte mit heimisches Wurzelgemüse:

1. Petersilienwurzelschaumsuppe

  • 2 Petersilienwurzeln schälen und in Würfel schneiden
  • 4 Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden
  • eine Zwiebel fein würfeln
  • Gemüse in Rapsöl anschwitzen
  • mit Brühe aufgießen und Gemüse gar kochen
  • mit Pürierstab pürieren und mit etwas Muskat würzen
  • 1 Becher Sahne angießen
  • mit kleingehakter Petersilie bestreut servieren

2. Steckrübeneintopf

  • 1/2 Steckrübe, 3 Möhren, 4 Kartoffeln in Würfel schneiden
  • mit einer Zwiebel andünsten
  • mit Gemüsebrühe aufgießen
  • aufkochen, Mettenden dazu geben

3. Pastinaken (als Beilagen)

  • Pastinaken schälen und in Scheiben schneiden, auf einem Backblech ausbreiten
  • mit Olivenöl bestreichen und mit Salz und Pfeffer würzen
  • nach Geschmack mit Thymian oder Rosmarin bestreuen
  • je nach Dicke der Scheiben 15-30 Minuten im Ofen bei 180 Grad Celsius garen

Stand: 09.01.2019, 11:32