Giftige Kürbisse

Kürbis-Lasagne, Zutaten

Giftige Kürbisse

Von Anke Kahle

  • Bittere Kürbisgewächse können giftig sein  
  • Nur geprüfte Samen aus dem Handel verwenden
  • Kürbispflanzen brauchen viel Wasser

Warum Gemüse bitter wird

Kürbisgewächse brauchen viel Wasser. Lange Hitzeperioden sind purer Stress für die Kürbispflanze. Sie reagiert darauf, indem sie den Bitterstoff Cucurbitacin entwickelt. Dieser ist ebenso in Zierkürbissen enthalten und giftig für den Menschen. Die Folge: Das Gemüse schmeckt bitter. Die Bitterstoffe können auch durch ungewollte Rückkreuzungen entstehen zwischen Speise- und Zierkürbissen. Um dies zu vermeiden, sollte man beide Kürbisarten getrennt voneinander pflanzen.

 Der Geschmackstest

Wenn Kürbis, Zucchini oder Gurke bitter schmecken, muss man sie sofort ausspucken und wegtun. Schon kleine Mengen des Giftstoffes schaden dem Magen-Darm-Trakt und können bei Nicht-Erkennung lebensbedrohlich sein. Am besten probiert man das Gemüse roh. Sobald der Kürbis oder die Zucchini gekocht sind, lässt sich der bittere Geschmack möglicherweise nicht mehr so stark herausschmecken. Durch Kochen oder Braten kann der Giftstoff nicht zerstört werden.

Giftige Kürbisse

WDR 2 Servicezeit | 19.09.2018 | 02:52 Min.

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Der richtige Anbau

Für den eigenen Anbau von Kürbisgewächsen sollte man kein Saatgut vom Nachbarn nehmen. Diese könnten durch falsche Zucht bereits vorbelastet sein und Cucurbitacin enthalten. Am bestem eignen sich geprüfte Samen aus dem Handel. Wer auf Nummer sicher gehen will, der züchtet ausschließlich Speisekürbisse und verzichtet beim Anbau ganz auf Zierkürbisse.

Stand: 19.09.2018, 11:35