Essen to go: Der schnelle Snack - praktisch, bequem, aber viel Müll

Essen to go: Der schnelle Snack - praktisch, bequem, aber viel Müll

Von Lara Kullik

Wenn unterwegs der Hunger kommt, greifen wir gerne zu To-go-Produkten: Sushi, Sandwiches, Wraps, Salate, Frühstück, ganze Mittagessen. Mehr als 2,3 Milliarden Euro geben die Deutschen jährlich für diese Produkte aus – Tendenz steigend.

Müll durch To-go-Produkte

Viele einzeln verpackte Mahlzeiten produzieren zusätzlichen Müll. Mehr als 18 Millionen Tonnen Verpackungsmüll waren es insgesamt in 2015, fast zwei Drittel davon sind Lebensmittelverpackungen.

Trotz Mülltrennung werden nicht alle Stoffe recycelt. Zum Beispiel werden circa 60 Prozent des Inhalts der Gelben Säcke verbrannt. Lediglich 40 Prozent werden wiederverwertet, wovon ein großer Teil jedoch ins Ausland exportiert wird. Allein 600.000 Tonnen Müll landeten früher jährlich in China, bis die chinesische Regierung den Müllimport Anfang 2018 stoppte.

To go statt Restaurant?

Aber nicht nur für die Umwelt ist der To-go-Trend ein Problem. Zwar gaben die Deutschen 2017 15 Milliarden Euro mehr für Essen außer Haus aus als noch 2009, gleichzeitig schließen aber immer mehr Restaurants, Gasthöfe und Schankwirtschaften. Es gehen weniger Menschen in Restaurants, aber es wird mehr Geld für Produkte zum Verzehr unterwegs ausgegeben - in Fast-Food-Ketten, für Produkte von Tankstellen, Bäckern, Supermärkten - und in vielen Möbelhäusern.

Mehrwegbecher im Praxistest

Immer mehr Bäckereien und Cafés füllen To-go-Getränke auch in mitgebrachte Gefäße. Gute Sache, denn Thermobecher vermeiden Müll. Aber halten sie den Kaffee auch warm? Wir haben sechs Becher getestet.

Das Bild zeigt den Grace Suction Mug

Grace Suction Mug – 18,90 Euro
Der Grace Suction Mug ist einfach zu handhaben, lässt sich gut reinigen und eine spezielle Saugnapffunktion verhindert das Umfallen. Die Temperatur konnte er jedoch nicht halten und beim Schütteltest fiel er ebenfalls durch.

Handhabung: sehr gut
Waschbarkeit: sehr gut
Temperatur: durchgefallen
Dichtheit: durchgefallen

Grace Suction Mug – 18,90 Euro
Der Grace Suction Mug ist einfach zu handhaben, lässt sich gut reinigen und eine spezielle Saugnapffunktion verhindert das Umfallen. Die Temperatur konnte er jedoch nicht halten und beim Schütteltest fiel er ebenfalls durch.

Handhabung: sehr gut
Waschbarkeit: sehr gut
Temperatur: durchgefallen
Dichtheit: durchgefallen

Jerrybox Coffee Mug – 13,99 Euro
Trotz Schiebeöffnung bestand der Jerrybox Coffee Mug unseren Schütteltest, die Temperatur konnte er jedoch am schlechtesten halten.

Handhabung: sehr gut
Waschbarkeit: sehr gut
Temperatur: durchgefallen
Dichtheit: sehr gut

Riceway Travel Mug – 17,95 Euro
Der Riceway Travel Mug lässt sich leicht reinigen und ist von der Handhabung her einfach gehalten. Dadurch, dass man die Trinköffnung nicht schließen kann, eignet er sich nicht als Transportbecher für die Tasche und hält die Temperatur auch nicht lange.

Handhabung: sehr gut
Waschbarkeit: sehr gut
Temperatur: durchgefallen
Dichtheit: durchgefallen

Stelton ToGo Click – 29,95 Euro
Der Stelton ToGo Click ist nach dem Reinigen kompliziert wieder zusammen zu setzen und bestand weder unseren Schütteltest noch unseren Temperaturtest.

Handhabung: durchgefallen
Waschbarkeit: sehr gut
Temperatur: durchgefallen
Dichtheit: durchgefallen

Contigo West Loop – 34,98 Euro
Der teuerste Becher belegte Platz 2. Er lässt sich gut reinigen, ist einfach zu handhaben, aber behielt die Temperatur im Kühlschranktest nur mittelmäßig. Beim Schütteltest fiel er durch.

Handhabung: sehr gut
Waschbarkeit: sehr gut
Temperatur: mittelmäßig
Dichtheit: durchgefallen

Emsa Travel Mug – 18,99 Euro
Der Emsa Travel Mug punktete in drei von vier Kategorien und ist damit der Sieger unseres Alltagstests. Nur bei unserem Extremtest lief auch dieser Becher aus.

Handhabung: sehr gut
Waschbarkeit: sehr gut
Temperatur: sehr gut
Dichtheit: durchgefallen

Drei To-go-Rezepte von Björn Freitag

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Stand: 16.05.2018, 09:55

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3 Kommentare

Neuester Kommentar von "Dennis", 17.05.2018, 19:38 Uhr:

Die Sendung war wie immer informativ, aber... Wenn man dem Zuschauer über Nachhaltigkeit aufklären möchte, sollte man bei der Zubereitung von Speisen in dieser Sendung doch bitte auf Avocados verzichten. Noch ökologisch sinnloser geht es ja nun nicht.

Kommentar von "Rudolf " , 17.05.2018, 14:01 Uhr:

Sehr gute Sendung, zeigt sehr schön die Widersinnigkeit des Plastiktütenverbotes. Auf der einen Seite Proteste gegen Plastiktüten und in der anderen Hand den "Veganen Salat To Go :)", fürchterlich. Da gibt es noch viel zu tun. Sehr geehrte Frau Willicks, damit sie unseren "Starkoch" bei Zubereitung im Salatsoße anrühren schlagen können empfehle ich ihnen den "Se...... Milchaufschäumer" für nicht ganz 10,-€. Für kleine Mengen und nur Flüssigkeiten, unschlagbar. Weiter so, MfG Rudolf

Kommentar von "Pauline" , 17.05.2018, 11:59 Uhr:

Mehrwegtrinkbecher geht ja, aber wie soll ich denn die Currywurst-Pommes transportieren? Wer geht denn mit Teller durch die Straßen?