Beliebte Diäten im Check: Was macht wirklich schlank?

Beliebte Diäten im Check: Was macht wirklich schlank?

Es gibt eine unüberschaubar große Anzahl von Diäten. Doch was bringen Mono-, Hollywood- oder Brigitte-Diät? Die Antwort ist immer: "Kommt drauf an". Und zwar auf denjenigen, der abnehmen will. Ein Überblick.

Burger mit Zwiebelfleisch

FDH - Friss die Hälfte

Was isst man?
Im Grunde das, was man sonst auch isst - nur eben deutlich reduziert. Der entstehende Hunger wird mit Mineralwasser bekämpft.
Bringt das was? Es ist eine einfache Diät, die aber überhaupt keinen Einfluss auf die Essgewohnheiten nimmt. Wer vor der Diät ungesund gegessen hat, macht das eben auch während und nach der Diät. Die Gefahr des so genannten Jojo-Effekts ist also sehr groß.

FDH - Friss die Hälfte

Was isst man?
Im Grunde das, was man sonst auch isst - nur eben deutlich reduziert. Der entstehende Hunger wird mit Mineralwasser bekämpft.
Bringt das was? Es ist eine einfache Diät, die aber überhaupt keinen Einfluss auf die Essgewohnheiten nimmt. Wer vor der Diät ungesund gegessen hat, macht das eben auch während und nach der Diät. Die Gefahr des so genannten Jojo-Effekts ist also sehr groß.

Weight Watchers

Was isst man?
Es gibt keine Einschränkungen des Speiseplans. Lebensmittel werden nach Fett- und Eiweißgehalt mit Punkten bewertet und der Verbraucher darf pro Tag nur eine bestimmte Menge an Punkten zu sich nehmen. Treffen mit Weight-Watchers-Gruppen sollen die Motivation zum Abnehmen erhöhen.
Bringt das was? Das Prinzip funktioniert, wie wissenschaftliche Studien herausgefunden haben. Das liegt unter anderem daran, dass die Teilnehmer länger dabei bleiben als bei individuellen Diäten. Kritisiert wird an dem Diät-Konzept aber, dass das Punkte-System zu stark verallgemeinert und das ständige Rechnen aufwändig ist.

Metabolic Balance

Was isst man?
Es gibt drei Mahlzeiten täglich - mit insgesamt weniger Fett und Kohlenhydraten. Die Auswahl und Menge richtet sich nach einem vor der Diät vom Arzt erstellten Blutbild.
Bringt das was? Die Experten sind skeptisch. Für die hohe Durchaltequote bei der Diät wird unter anderem der hohe Preis verantwortlich gemacht - denn durch die ärztliche Begleitung und Voruntersuchung ist die Diät nicht billig. Allerdings besteht durchaus die Chance, seine Ernährungsgewohnheiten zu verändern.

Intervall-Fasten
Was ist man?
Es gibt eigentlich keine Einschränkung - man isst normal. Bei der 5:2-Methode gibt es fünf Tage lang "normales" Essen, dann folgen zwei Fastentage, an denen man maximal 600 Kilokalorien zu sich nimmt. Bei der 16:8-Methode entfällt das Kalorienzählen. Dafür verzichtet man innerhalb eines Intervalls von 16 Stunden auf feste Nahrung und nimmt in dieser Zeit nur zuckerfreie Getränke zu sich.
Bringt das was?
Wer abnehmen möchte, hat mit Intervallfasten gute Chancen. Zeitweiser Verzicht fällt oft leichter, als eine klassische Diät. Eine gesunde Ernährung zwischen den Fastentagen oder -stunden ist dabei das A und O. Alkoholverzicht selbstverständlich.

Dinner Cancelling

Was isst man?
Kein Abendessen. Das ist die Kernbotschaft dieser Diät.
Bringt das was? Eher nicht. Wer auf sein Abendessen verzichten muss, greift unter Umständen bei den restlichen Mahlzeiten kräftiger zu. Eine rasche Gewichtsabnahme funktioniert so nicht.

Mono-Diät - z.B. Schlank im Schlaf

Was isst man?
Bei den Mono-Diäten ist nur ein bestimmtes Lebensmittel erlaubt - es gibt Kohlsuppen-Diäten, Reis- oder Eierdiäten.
Bringt das was? Zum Teil. Es besteht die Möglichkeit, schnell Gewicht zu reduzieren. Allerdings ist die Gefahr einer Mangelernährung sehr groß. Wer zu wenig Eiweiß zu sich nimmt, läuft Gefahr, dass bei einer Fortführung der Diät die Muskelmasse abgebaut wird.

Formula-Diät

Was isst man?
Zunächst nichts. Stattdessen wird die Mahlzeit zu Beginn der Diät durch ein Pulver ersetzt, das als Suppe oder Fertigdrink zubereitet wird.
Bringt das was? Kurzfristig kann man mit den Drinks ein paar Kilo abnehmen. Das Problem ist aber, dass man die Flüssignahrung schnell satt hat und vor allem nicht lernt, seine Ernährung nachhaltig umzustellen.

Hollywood-Diät

Was isst man?
Kohlenhydrate werden - wie bei anderen Trennkost-Diäten auch - von den Eiweißen getrennt zu sich genommen. Vorwiegend landen tropische Früchte wie Ananas und Papaya auf dem Teller - ihnen wird nachgesagt, besonders gute Fettverbrenner zu sein. Pro Tag nimmt man etwa 1.000 Kilokalorien zu sich.
Bringt das was? Experten kritisieren die recht einseitige Form der Diät und die geringe Energiezufuhr. Zudem macht die Ergänzung des Speiseplans mit tropischen Früchten die Diät recht teuer.

Dukan-Diät

Was isst man?
Fleischesser können sich freuen: Diese Diät ist geprägt durch eine proteinreiche, kohlenhydrat- und fettarme Kost. Brot ist tabu, dafür gibt es aber Fleisch.
Bringt das was? Es gibt Prominente, die auf die Diät schwören. Experten raten aber wegen der Risiken von der Dukan-Diät ab. Zudem gilt es als sehr umstritten, bestimmte Nahrungsmittel zu verbieten. Warnung kann auch sein, dass der Erfinder der Diät, Pierre Dukan, 2014 seine Zulassung als Arzt verloren hat.

Null-Diät

Was isst man?
Nichts. Es gibt nur Getränke - wie ungesüßte Tees oder Wasser. Mit Nahrungsergänzungsmitteln wird Mangelerscheinungen vorgebeugt.
Bringt das was? Es bringt einen kurzfristigen Gewichtsverlust, stellt aber einen enorme Belastung für den Körper dar. Zudem besteht die Gefahr des Muskelabbaus, da der Körper zu wenig Eiweiß erhält. Und zu guter Letzt wird nach dem Abschluss der Diät fast sicher ein Jojo-Effekt eintreten.

Gen-Diät

Was isst man?
Kommt drauf an. Auf den Gentest nämlich. Der kostet 200 Euro und verrät, ob man eher Fett, Kohlenhydrate oder Proteine meiden soll.
Bringt das was? Tatsächlich werden 50 bis maximal 70 Prozent des Gewichts genetisch bestimmt. Den Rest machen aber Einflüsse wie das Essverhalten oder sportliche Aktivität aus. Aussagekräftige Studien zum möglichen Erfolg der Diät gibt es nicht.

Stand: 15.01.2019, 11:41 Uhr