Olivenöl im Test: sechsmal ungenügend

Olivenöl im Test: sechsmal ungenügend Servicezeit 25.04.2019 00:54 Min. UT Verfügbar bis 25.04.2020 WDR

Olivenöl im Test: sechsmal ungenügend

Von Dieter Schug

Oliven werden häufig bei der Ernte oder anschließend bei der Verarbeitung zu Öl mit Schadstoffen verunreinigt. Öko-Test wollte wissen, ob das auch für hochwertiges Olivenöl gilt.

Die Tester von Öko-Test haben Olivenöl der höchsten Qualitätsklasse "native extra“ getestet, mit ernüchternden Ergebnissen. Denn, so Öko-Test, die Hälfte der 20 untersuchten Produkte sei „stark mit Mineralöl verunreinigt.“ Andere Öle beurteilten die Tester in der Geschmacksprobe als ranzig.

Deshalb hat Öko-Test sechs Öle mit "ungenügend" bewertet. Erstaunlich dabei: Vier dieser Öle sind Bio-Produkte.

  • Alnatura Natives Ölivenöl Extra (3,99 Euro)
  • Byodo Natives Olivenöl Extra mild, leicht fruchtig (6,66 Euor)
  • Mani Bläuel Natives Olivenöl Extra, g.U. Kalamata Peleponnes (8,99 Euro)
  • Naturata Olivenöl Nativ extra, aus Spanien (7,33 Euro)
  • De Cecco Natives Olivenöl Extra Classico (4,99 Euro)
  • Primadonna Natives Olivenöl Extra (2,39 Euro)

Tipp: Olivenöl hält sich übrigens am besten kühl und dunkel gelagert im Kühlschrank. (Quelle: Stiftung Warentest, Heft 5/2019)

Gutes Fett, schlechtes Fett

Fett liefert Energie, hilft dem Körper beim Verarbeiten von Vitaminen, hat aber ein schlechtes Image. Finden Sie im Suchspiel identische Pärchen und erfahren Sie etwas über gutes und schlechtes Fett.

Wurst

Böses Fett: In Wurst und Fleisch sind vor allem gesättigte Fettsäuren enthalten. Grundsätzlich ist das nicht schlimm, denn Fett ist wichtig als Energielieferant, Energiespeicher und für die Verarbeitung der Vitamine A, D, E und K wichtig.

Böses Fett: In Wurst und Fleisch sind vor allem gesättigte Fettsäuren enthalten. Grundsätzlich ist das nicht schlimm, denn Fett ist wichtig als Energielieferant, Energiespeicher und für die Verarbeitung der Vitamine A, D, E und K wichtig.

Böses Fett: Gesättigte Fettsäuren finden sich auch im Käse und anderen Milchprodukten. Wenn die Aufnahme von gesättigten Fettsäuren zu hoch ist, kann der so genannte LDL-Cholesterinspiegel ansteigen. Die Folge: Ein erhöhtes Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Böses Fett: Die "Transfette" entstehen vor allem bei der industriellen Verarbeitung und sind auf Packungen in der Regel als "gehärtete Fette" angegeben. Sie befinden sich zum Beispiel in Pommes Frites oder Chips. Wie gesättigte Fettsäuren sorgen Transfette für einen erhöhten LDL-Cholesterinspiegel und sollten maximal ein Prozent der Fettaufnahme ausmachen.

Gutes Fett: Pflanzenöle wie Oliven- oder Sonnenblumenöl liefern ungesättigte Fettsäuren. Ihr Vorteil ist, dass sie eine leichter zu verdauen sind und eine günstige Wirkung auf den Cholesterinspiegel hat.

Gutes Fett: Ungesättigte Fettsäuren kann man auch über Obst wie zum Beispiel Avocados zu sich nehmen.

Gutes Fett: Nüsse haben einen hohen Fettanteil - und zwar dank ihrer ungesättigten Fettsäuren. Als Snack sind sie also wesentlich empfehlenswerter als Kartoffelchips.

Gutes Fett: Der menschliche Körper kann keine mehrfach ungesättigten Fettsäuren selbst bilden und muss sie deshalb mit der Nahrung zu sich nehmen. Enthalten sind diese Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in Seefisch wie Lachs, Hering und Makrele. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, ein- bis zweimal pro Woche Fisch zu essen. Ein guter Lieferant für Omega-3-Fettsäuren sind auch bestimmte Pflanzenöle - und zwar in erster Linie Leinöl und Rapsöl. Vor allem das Rapsöl eignet sich als Alltagsöl in der Küche.

Stand: 25.04.2019, 12:00