Ayurvedische Ernährung für Anfänger

Ayurvedische Ernährung für Anfänger

Doshas, Ghee, exotische Gewürze: Die ayurvedische Ernährung scheint fremd und aufwendig. Dabei lassen sich die Grundlagen der indischen Heilkunst recht einfach umsetzen.

Wer sich der ayurvedischen Heilslehre entsprechend ernähren will, muss – streng genommen – zunächst sein "Dosha" bestimmen. "Pitta" steht für einen feurigen Typ, "Kapha" symbolisiert das Erdige und "Vata" das Leichte, Luftige. Von Natur aus dominieren ein bis zwei Veranlagungen. Für jedes "Dosha" werden spezielle Lebensmittel empfohlen, die zum seelischen Gleichgewicht führen sollen. Aber einige Grundlagen lassen sich auch ohne den Gang zu Ayurveda-Spezialisten leicht umsetzen.

Wer sich der ayurvedischen Heilslehre entsprechend ernähren will, muss – streng genommen – zunächst sein "Dosha" bestimmen. "Pitta" steht für einen feurigen Typ, "Kapha" symbolisiert das Erdige und "Vata" das Leichte, Luftige. Von Natur aus dominieren ein bis zwei Veranlagungen. Für jedes "Dosha" werden spezielle Lebensmittel empfohlen, die zum seelischen Gleichgewicht führen sollen. Aber einige Grundlagen lassen sich auch ohne den Gang zu Ayurveda-Spezialisten leicht umsetzen.

"Es gibt Klassiker in der ayurvedischen Ernährung, die einfach für alle Menschen gleichermaßen gut sind", erklärt Dr. Brigitte Bäuerlein, Ernährungsexpertin der Servicezeit. Dazu zählt beispielsweise das warme Glas Wasser auf nüchternen Magen am Morgen.

Das soll Müdigkeit vertreiben und Lebensgeister wecken. Einige Spritzer Zitrone machen das Wasser zudem basisch und regen zusätzlich an. Wer es gut verträgt, kann auch Ingwer zugeben. "Heißes Ingwerwasser regt allgemein die Verdauung an", so Bäuerlein. Grundsätzlich bevorzugt die ayurvedische Heilslehre warme Speisen und Getränken, weil diese den Stoffwechsel fördern.

Aber: Ayurveda braucht keine exotischen Gewürze. "Unsere heimischen Kräuter schmecken nicht nur gut, sondern haben gesundheitsfördernde Eigenschaften – so wie auch die indischen Gewürze", erklärt Bäuerlein. Ob Dill, Bärlauch, Estragron, Salbei oder Kresse – heimische Kräuter sind gesund.

Und: Ausgewogene Ernährung ist gleichermaßen ein Grundsatz der gesunden heimischen und der ayurvedischen Küche. Süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb sollen in jedem Essen zu gleichen Teilen enthalten sein, damit der Körper der ayurvedischen Heilkunde entsprechend im Gleichgewicht bleibt.

Im Gegensatz zur deutschen Tradition wird in der ayurvedischen Küche nur mit Ghee-Öl gebraten und nicht mit Butter. "Ghee ist im Prinzip nichts anderes als geklärte Butter", erklärt Bäuerlein. "Aber Ghee ist bekömmlicher als Butter und vor allem für Menschen mit Laktoseintoleranz besser verdaulich." Zudem soll Ghee-Öl den Cholesterinspiegel senken und den Fettabbau begünstigen.

Außerdem gilt für die Ayurveda-Ernährung: mit Genuss und Muße essen, gut kauen, längere Pause zwischen den Mahlzeiten einhalten und spät abends keine Nahrung mehr aufnehmen. Und: Während der Mahlzeiten sollte man nur essen – nicht lesen, fernsehen oder das Smartphone nutzen.

Stand: 13.01.2020, 16:16 Uhr