Drinks aus Hafer, Soja & Co - Alternativen zur Milch

Drinks aus Hafer, Soja & Co - Alternativen zur Milch

Die einen lehnen Kuhmilch aus ethischen Gründen ab, den anderen bekommt sie nicht. Wer Alternativen zur Milch sucht, findet zahlreiche Produkte.

Mehrere Flaschen mit weißer Flüssigkeit

Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs dürfen sich die Ersatzgetränke nicht "Milch" nennen - das ist tierischen Produkten vorbehalten. Vegane "Milch" findet man unter anderen als Soja-, Hafer- oder Lupinen-Drinks im Handel.

Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs dürfen sich die Ersatzgetränke nicht "Milch" nennen - das ist tierischen Produkten vorbehalten. Vegane "Milch" findet man unter anderen als Soja-, Hafer- oder Lupinen-Drinks im Handel.

Ein Drink aus Sojabohnen ist ein guter Eiweiß-Lieferant für Veganer und enthält zudem Folsäure und pflanzliche Proteine. Wer nachhaltig konsumieren will, achtet darauf, dass die Sojabohnen aus Europa kommen. In Südamerika verdrängt der Sojaanbau oft den Regenwald und belastet das Grundwasser.

Auf jeden Fall nachhaltiger sind Alternativen aus heimischem Getreide wie Hafer, Dinkel oder Roggen. Diese Drinks sind relativ nährstoffarm und je nach Getreidesorte nicht glutenfrei, enthalten aber Ballaststoffe.

Reisdrinks enhalten, wie die Getreidevarianten, weniger Nährstoffe als Kuhmilch. Allerdings sind Reisdrinks laktose-, milcheiweiß- und glutenfrei und daher vor allem für Allergiker interessant.

Mandelmilch besitzt wenig Eiweiß und Kalzium, aber reichlich Spurenelemente und Vitamine. Das nussige Aroma passt gut zu Müsli, im Kaffee flockt sie allerdings auf.

Relativ neu auf dem Markt sind Lupinendrinks. Die Hülsenfrüchte liefern Eiweiß und Mineralstoffe und gelten daher als gesunde Alternative zur Kuhmilch. Das Herstellungsverfahren wurde vom Fraunhofer-Institut weiterentwickelt und mit dem deutschen Innovationspreis ausgezeichnet.

Auch Drinks aus Hanf und Erbsen finden sich seit einiger Zeit im Handel. Hanf-Drinks sind ähnlich nährstoffreich wie Soja, aber mit einem eigenen Geschmack. Erbsenmilch stammt aus den USA und ist ein hoch verarbeitetes Produkt aus gelben Erbsen, das gezuckert und ungezuckert angeboten wird. Erbsendrinks enthalten ähnlich viele Proteine wie Kuhmilch.

Auf jeden Fall sollte man bei allen Milchersatz-Produkten die Zutaten prüfen, rät die Verbraucherzentrale. Einige Alternativen basieren nicht nur auf Wasser und der geschmacksgebenden Zutat. Auch Öl, Zucker, Fruktose, Salz oder Kalzium werden zugefügt. Teilweise kommen auch Stabilisatoren oder Aromen zum Einsatz.

Stand: 10.09.2019, 14:09 Uhr