E-Bike: Dienstrad-Leasing boomt

Dienst-E-Bike

E-Bike: Dienstrad-Leasing boomt

Von Robin Schäfer

  • Diensträder sind Dienstwagen steuerlich weitgehend gleichgestellt
  • Leasingmodelle machen auch teure Räder erschwinglich
  • Zahl der Diensträder nimmt zu

Diensträder sind vom Gesetzgeber Dienstwagen gleichgestellt

Seit Anfang 2012 gilt das sogenannte "Dienstwagenprivileg" auch für Diensträder. Seitdem können Mitarbeiter über ihren Arbeitgeber Diensträder leasen. Die Leasingrate wird direkt vom Bruttogehalt abgezogen, in Form einer Entgeltumwandlung. Das ist komfortabel und spart Kosten, denn die Steuern und Sozialabgaben sinken. Nicht nur für den Arbeitnehmer - auch für den Arbeitgeber.

Dienst-E-Bike vom Arbeitgeber

WDR 2 | 16.04.2018 | 02:36 Min.

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Der Chef entscheidet

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Ob der Chef Dienstrad-Leasing ermöglicht, liegt in seinem eigenen Ermessen. Allerdings haben die Mitarbeiter gute Argumente, denn das Dienstrad-Leasing kostet den Arbeitgeber nichts. Lediglich wenn er monatlich etwas beisteuert, entstehen ihm Kosten. Die werden je nach Zuschuss aber komplett durch die Steuerersparnis ausgeglichen. Firmen können Dienstrad-Leasing-Verträge für eine beliebige Zahl von Mitarbeitern anbieten.

Wie das Dienstrad-Leasing funktioniert

Mit Hilfe der Leasing-Verträge werden auch teure E-Bikes erschwinglich. Statt 2.000 oder 3.000 Euro auf einen Schlag zu bezahlen, werden für die Nutzer monatliche Raten in Höhe von 50 bis 80 Euro fällig. Die meist dreijährigen Verträge schließt der Arbeitgeber für seine Mitarbeiter mit einem Leasing-Dienstleister ab. In dem Vertrag wird auch geregelt, ob neben einer Diebstahl- auch eine Unfall- und Reparaturversicherung angeschlossen wird.

Am Ende der Leasingdauer kann der Mitarbeiter das Rad in der Regel für weniger als 20 Prozent des Originalpreises übernehmen. "Dank der Steuervorteile und der günstigen Übernahme am Ende spart der Mitarbeiter über Leasing am Ende mindestens 15 Prozent gegenüber dem Originalpreis. Und das obwohl er 1 Prozent des Einkaufspreises monatlich als geldwerten Vorteil versteuern muss", sagt Bastian Krause vom Bikeleasing-Service. Diese Ersparnis wird auch dadurch ermöglich, dass die Leasinganbieter Rabatte bei Fahrradhändlern bekommen.

Zahl der Diensträder steigt

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Der ADFC schätzt, dass es jährlich über 100.000 neue Diensträder in Deutschland gibt. Allein der Marktführer Jobrad kooperiert mit 7.500 Arbeitgebern. Neben Jobrad gibt es zahlreiche kleinere Anbieter. Für Arbeitgeber ist Radleasing eine Möglichkeit, Mitarbeiter zu binden und Parkplatzprobleme zu lösen. Die Mitarbeiter kommen günstig an ein Rad, das sie auch privat nutzen können.

Stand: 16.04.2018, 08:40