Berufliche Netzwerke: Hilfe bei der Jobsuche

Icons verschiedener sozialer Netzwerke

Berufliche Netzwerke: Hilfe bei der Jobsuche

Von Markus Epping

  • Karriere-Netzwerke informieren über berufliche Kompetenzen von Kontakten
  • Sinnvolle Hilfe zum Beispiel bei der Suche nach einem neuen Job oder neuen Kunden
  • Umgang auf Berufsnetzwerken seriöser als auf Facebook und Co.

Die bekanntesten und wichtigsten Karriere-Netzwerke sind in Deutschland XING und Linkedin. Beide sind klar auf die Berufswelt spezialisiert, private Vorlieben sind hier uninteressant. Abgefragt werden bei der Anmeldung stattdessen die aktuelle berufliche Tätigkeit, die Branche und das Arbeitsverhältnis - ob man zum Beispiel selbständig oder angestellt ist. So entsteht in meinen Kontakten ein immer aktuelles Verzeichnis davon, wer was beruflich kann, sucht oder anbietet.

XING und Linkedin sind Marktführer

xing

XING und Linkedin haben beide weit mehr als zehn Millionen deutschsprachige Nutzer. XING setzt ganz auf den deutschsprachigen Raum und ist zuletzt nochmal stark gewachsen. Linkedin ist international und weltweit vertreten. Das macht es interessant für alle, die beruflich mit dem Ausland zu tun haben. Neben den beiden großen gibt es eine Reihe kleinerer alternativer Netzwerke, wie zum Beispiel vutuv, das ähnlich wie Twitter eine Follower-Funktion anbietet.

Deutlicher Unterschied zu sozialen Netzwerken

Die Berufsnetzwerke unterscheiden sich deutlich von Facebook, Instagram und Co. Bei XING und LinkedIn sind private Kommentare oder ein flirtender Unterton praktisch tabu. Der Umgang miteinander ist professionell und seriös. Das ist nicht anders als im analogen Berufsleben. Jeder, der hier ist, weiß, dass es um professionelle Kontakte geht.

Auch die Suchfunktionen sind darauf ausgerichtet. Wenn ich zum Beispiel jemanden mit langjähriger Erfahrung in der Personalführung in einer Großbäckerei suche, kann ich das exakt so eingeben. So etwas geht auf Facebook nicht.

Hilfreich bei der Suche nach einem neuen Job

Linked in

Hilfreich können Berufsnetzwerke auch bei der Suche nach einem neuen Job sein. Mehr und mehr Unternehmen schalten ihre Stellenangebote inzwischen auch bei XING und Co. Gleichzeitig durchforsten die Firmen auch aktiv Profile von Nutzern, auf der Suche nach dem richtigen Kandidaten. Allerdings ist die erfolgreiche Stellen-Vermittlung über Netzwerke nach wie vor die Ausnahme. Laut einer Studie der Universität Erlangen werden nur etwa drei Prozent aller Stellen direkt über ein Netzwerk besetzt. 

Berufliches Netzwerken

WDR 2 Servicezeit | 05.04.2018 | 03:48 Min.

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Stand: 05.04.2018, 11:00