Endlich weniger Passwörter merken – was bringen Passwortmanager?

Im Dunkeln leuchtende Tastatur; auf dem Monitor steht: "Enter Password"

Endlich weniger Passwörter merken – was bringen Passwortmanager?

Von Jörg Brunsmann

  • Die Stiftung Warentest hat Passwort-Mananger unter die Lupe genommen
  • Die meisten Programm schneiden gut ab; kommerzielle Anbieter verlangen aber bis zu 40 Euro pro Jahr
  • Alternativ – und kostenlos – lässt sich auch die in Internet-Browsern eingebaute Funktion nutzen

Im Internet sind sie allgegenwärtig: Passwörter. Egal ob beim Mail-Postfach, auf der Shopping-Seite oder im Sozialen Netzwerk, fast überall muss man sich mit einem Passwort anmelden. Passwort-Manager übernehmen die lästige Arbeit, sich das eigene Passwort zu merken. Die Programme speichern persönliche Login-Daten und können diese vollautomatisch auf den entsprechenden Seiten eintragen.

Endlich weniger Passwörter merken - was bringen Passwortmanager?

WDR 2 Servicezeit 12.02.2020 03:21 Min. Verfügbar bis 11.02.2021 WDR 2

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Jahresabo kann bis zu 40 Euro kosten

Der Testsieger der Stiftung Warentest heißt "Keeper Security". Das Programm kostet im Jahres-Abo 30 Euro. Die beste Handhabung bietet dagegen "Dashlane"; mit 40 Euro pro Jahr ist es allerdings deutlich teurer. Zudem schneidet es in der Gesamtbewertung nur "befriedigend" ab; die Stiftung Warentest findet, dass der Hersteller den Schutz der persönlichen Daten von Nutzern hätte besser lösen können. Auch kostenlose Alternativen gibt es: Das Programm "KeePass" schneidet in der Gesamtbewertung "gut" ab, allerdings erfordert vor allem die Einrichtung des Programms laut Stiftung Warentest "solides Technikwissen".

Apple, Google Chrome und Firefox haben Passwort-Manager eingebaut

Außer Konkurrenz haben die Tester noch drei weitere Möglichkeiten untersucht. So können Apple-Nutzer auf einen vom Hersteller eingebauten Passwort-Manager zurückgreifen und auch im Firefox-Browser sowie im Chrome-Browser von Google gibt es entsprechende Funktionen. Apple und Google Chrome schneiden in Sachen Sicherheitsfunktionen gut ab, Firefox erreicht hier nur ein ausreichend. Der Nachteil dieser Methoden: Man ist an Apple-Geräte beziehungsweise den entsprechenden Browser gebunden; wer seine Passwörter auch auf anderen Geräten nutzen möchte, kommt mit dieser Lösung nicht weiter.

Vertrauen gehört dazu

Wer einen Passwort-Manager nutzt, muss sich im Prinzip nur noch ein einziges Passwort merken – das so genannte Master-Passwort. Es gibt den Zugang zum Passwort-Manager frei, ist also der Schlüssel zum eigenen digitalen Leben. Aus diesem Grund sollte das Master-Passwort auch besonders sorgfältig ausgewählt werden. Außerdem brauchen Nutzer von Passwort-Managern etwas Vertrauen in den Hersteller ihres Programms. Denn um die Passwörter auf allen Geräten synchron zu halten, werden die Daten im Internet gespeichert. Dass das verschlüsselt passiert, versteht sich von selbst. Ob die Server, wo die Passwörter gespeichert sind, gut genug gegen Hackerangriffe geschützt sind, kann man als einfacher Nutzer aber kaum nachprüfen.

Stand: 12.02.2020, 08:50