Was sich beim Online-Banking ändert

Tan Generator

Was sich beim Online-Banking ändert

Für Bankgeschäfte wie Überweisungen braucht es online eine sogenannten Transaktionsnummer. Solche TANs sind entscheidend für die Sicherheit. Früher gab es sie auf Papierlisten, künftig nur noch per App und Chip.

Diese TAN ist wie eine digitale Unterschrift, die bestätigt, dass der Nutzer berechtigt ist, die Überweisung oder Änderung des Dauerauftrags durchzuführen. Bei diesen TANs ändert sich spätestens im Herbst diesen Jahres so Einiges: Die noch immer benutzten Papierlisten mit TANs werden endgültig abgeschafft. So will es die EU, denn dieses Verfahren ist zu unsicher. Einige Banken wollen außerdem auch das deutlich sicherere Verfahren, die SMS-TAN oder Mobil-TAN abschaffen. Ein Überblick.

Herkömmliche TAN-Listen:

Die Bank verschickte Listen auf Papier mit ausgedruckten TANs. Im Laufe des Online-Banking-Vorgangs wurde angezeigt, welche TAN ("TAN Nr. 34") auf der Liste man zur Bestätigung eingeben muss. Dieses Verfahren wird im Herbst endgültig abgeschafft.

SMS-TAN oder Mobil-TAN:

Zur Bestätigung eines Online-Banking-Vorgangs muss man am Schluss eine TAN eingeben. Diese TAN wird erst in diesem Moment per SMS an eine vorher hinterlegte Mobilfunk-Nummer verschickt. Das Verfahren gilt als recht sicher, aber nicht unüberwindbar: Betrügern war es immer wieder gelungen, die SMS-Nachrichten auf ihr eigenes Handy umzuleiten. Außerdem werden die TANs unverschlüsselt übertragen. Die Sparkassen wollen das Verfahren daher demnächst nach und nach ersetzen.

TAN-Generator:

Im Laufe des Online-Banking-Vorgangs muss man seine Banking-Karte in ein externes Gerät legen, das keine Verbindung zum Computer hat. Dann wird das Gerät vor den Bildschirm gehalten. Die TAN wird verschlüsselt zum Beispiel durch Flackern übertragen und auf dem TAN-Generator angezeigt. Dieses Verfahren gilt als recht sicher.

Push-TAN/ TAN-App:

Auf einem Smartphone oder Tablet werden zwei Apps benutzt. Die eigentlicher Banking-App zeigt Kontostände an und nimmt Überweisungen entgegen. Die TAN-App empfängt die verschlüsselt übertragene TANs in dem Moment, wo mit der Banking-App zum Beispiel eine Überweisung getätigt wurde. Durch die Trennung der beiden Apps soll Manipulation erschwert werden, weil Betrüger beide Apps überwinden müssten. Trotzdem ist Hackern genau das schon gelungen.

Autor: Michael Stein

Redaktion: Jan Friese

Service Computer ist eine Rubrik in der WDR 5 Sendung Neugier genügt und ist dort jeden ersten Dienstag im Monat zwischen 10.04 Uhr und 12.00 Uhr zu hören.

Was sich beim Online-Banking ändert

WDR 5 Neugier genügt - Freifläche 07.05.2019 06:39 Min. WDR 5

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