Service Computer – Mit der Corona-Warn-App in den Herbst?

Eine Person mit Schutzmaske blickt auf ihr Smartphone. Die App zeigt NIEDRIGES RISIKO einer Ansteckung an.

Service Computer – Mit der Corona-Warn-App in den Herbst?

Etwa 33,5 Millionen mal wurde die Corona-Warn-App mittlerweile heruntergeladen. Ungefähr 518.000 Menschen haben seit dem App-Start ihre positiven Testergebnisse mit anderen geteilt und sie dadurch gewarnt.

Welche Rolle spielt die Corona-Warn-App heute noch?

Die App warnt uns, wenn wir in den letzten Tagen mit einer Person Kontakt hatten, die im Nachhinein positiv auf das Corona-Virus getestet wurde. Dies geschieht, ohne dass persönliche Daten gespeichert oder mitgeteilt werde. Nach und nach sind aber weitere Funktionen dazu gekommen, die uns allen das Leben - gerade mit Blick auf den Herbst - einfacher machen können.

Welche Funktionen sind das?

Man kann seit einiger Zeit Zertifikate in der Corona-Warn-App speichern. Dies kann der Nachweis über die Impfungen oder auch das Genesenen-Zertifikat sein. Und es kann auch das Impfzertifikat über eine Impfung sein nachdem man sich mit dem Virus infiziert hatte. Man muss dafür jeweils nur den QR-Code mit der Corona-Warn-App scannen, der auf der entsprechenden Bescheinigung zu finden ist, die man z. B. im Impfzentrum oder beim Arzt bekommen hat.

 

Warum ist denn ein Impfzertifikat im Smartphone besser oder einfacher als eins auf Papier?

Ein Grund: Man muss den Impfpass oder eine Bescheinigung nicht bei sich haben. Außerdem kann ein Impfzertifikat im Smartphone sehr schnell überprüft werden. So kann das Personal z. B. in einem Restaurant oder bei einer Veranstaltung das Zertifikat mit einer Prüf-App scannen und bekommt sofort angezeigt: Alles OK. Außerdem sind die Zertifikate in vielen europäischen Ländern gültig. Man kann also vor einer Reise direkt in der corona-Warn-App prüfen lassen, ob das Zertifikat im Zielland akzeptiert wird. Und natürlich lässt es sich dort dann auch einfach per Smartphone vorzeigen, wo es gescannt und geprüft werden kann.

Restaurants und Veranstaltungen - ist da nicht die Luca-App stark vertreten?

Die Situation ist da im Moment von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Bei uns in NRW gibt es keine Erhebung von Kontaktdaten z. B. im Restaurant mehr. Die Luca-App war hier auch nicht offiziell im Einsatz. Anders als etwa Bayern hatte NRW keine Lizenz dafür gekauft. Aber auch andere Bundesländer überlegen, künftig ohne die Luca-App auszukommen.Wobei die Funktion eines so genannten Check-Ins inzwischen auch die Corona-Warn-App anbietet. Wenn jemand eine Veranstaltung plant oder einen Laden oder ein Geschäft hat, dann kann er das in der Corona-Warn-App registrieren. Diese generiert einen Open-Source-QR-Code, den man ausdrucken und aufhängen kann. Jede Besucherin und jeder Besucher scannt den Code mit der App bei Ankunft und dem Verlassen. Wenn nachträglich jemand positiv getestet wird und sein Ergebnis anonym in die Corona-Warn-App eingibt, dann warnt diese anonym alle, die ebenfalls eingecheckt waren.

Muss die positiv getestete Person selber dafür auch die CWA haben?

Nein, denn sogar eine infizierte Person, die selber die CWA nicht nutzt oder nicht eingecheckt hat, kann andere warnen. Da Covid-19 meldepflichtig ist, weiss das jeweils zuständige Gesundheitsamt, wer infiziert ist. Wenn die Infizierte Person angibt, dass sie in einem Restaurant oder bei einer Veranstaltung gewesen ist, dann bittet das Gesundheitsamt den Ladeninhaber oder Veranstalter, "stellvertretend" die anderen Besucher zu warnen. Das Gesundheitsamt gibt dann eine TAN (eine Art Geheimzahl wie beim Online-Banking) an den Ladeninhaber/Veranstalter aus, um Missbrauch dieser Funktion zu vermeiden.

Autor: Michael Stein

Redaktion: Jan Friese

Service Computer ist eine Rubrik in der WDR 5 Sendung Neugier genügt und ist dort jeden ersten Dienstag im Monat zwischen 10.04 Uhr und 12.00 Uhr zu hören.

Service Computer – Mit der Corona-Warn-App in den Herbst?

WDR 5 Neugier genügt - Freifläche 21.09.2021 06:09 Min. Verfügbar bis 21.09.2022 WDR 5


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