Online-Nachhilfe für Schüler

Füller, Patrone und Zirkel liegen auf einem Blatt einer Mathematik Klassenarbeit mit der Note 5 mangelhaft.

Online-Nachhilfe für Schüler

Von Stefan Göke

  • Nachhilfe überall und jederzeit möglich
  • Unterschiedliche Lernangebote mit Videos und Grafiken
  • Nachteil: Schüler-Lehrer-Verhältnis unpersönlich  

Es gibt jede Menge Online-Portale für Nachhilfe im Netz. Das Prinzip: Die Schüler registrieren sich für eine gewisse Monatsgebühr und können dann die Lernangebote rund um die Uhr nutzen. Die Anbieter heißen beispielsweise Learnattack (Duden), Schülerhilfe.de, betreut.de, Easy-Tutor oder scoyo. Erklärvideos gibt es zwar auch kostenlos auf YouTube, diese werden aber durch Werbeblöcke unterbrochen.

Online-Nachhilfe für Schüler

WDR 2 Servicezeit 16.05.2019 03:44 Min. Verfügbar bis 15.05.2020 WDR 2

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Unterschiedliche Lernformen

Fast alle Portale bieten Lern- oder Erklärvideos zu bestimmten Inhalten, in denen mit aufwendigen Graphiken der Stoff erklärt wird. Man kann sich original Klassenarbeiten herunterladen und bekommt auch die Lösungen dazu geliefert. Es gibt interaktive Übungen und in manchen Fällen auch Echtzeit-Hilfe: also per Chat oder auch per WhatsApp.

Das bedeutet, dass zu bestimmten Kernzeiten ein Expertenteam live erreicht werden kann. Beispiel: Der Schüler sitzt zuhause an einer Aufgabe und kommt nicht weiter; so kann er sich mit der Frage direkt an das Team wenden und bekommt sofort Unterstützung. Bei einigen Portalen kann der Schüler auch einen klassischen Nachhilfelehrer stundenweise buchen, mit dem er dann etwa per Skype kommuniziert.

Überall verfügbar

Die Angebote können praktisch jederzeit und - je nach Internetverbindung - überall abgerufen werden. Für die Schüler gibt es weder einen Termindruck noch die Sorge, dass etwa andere Schüler mitbekommen, wo ihre Probleme liegen.

Günstiger als klassische Nachhilfe

Monatsabos gibt es ab etwa 9 Euro; wer Chatfunktionen mit Expertenteams mitbucht, zahlt rund 16 Euro. Es gibt auch oft gratis Testabos zum Schnuppern. In jedem Fall sind die Portale viel günstiger als die klassische Nachhilfe – dort zahlen Schüler mindestens 10 bis 20 Euro – und zwar für eine Stunde.

Persönlicher Kontakt nicht vergleichbar

Experten sehen vor allem einen kritischen Punkt: Viele Schüler brauchen Nachhilfe nicht wegen der reinen Fachfragen, sondern weil sie andere Probleme haben, die viel weiter gehen. Lehrer als Bezugsperson können dabei eine wichtige Rolle spielen, weil sie konkret auf Sorgen und Probleme eingehen können.

Daher der Tipp: Beide Formen ausprobieren und überlegen, was für den Schüler besser passt. Die einen brauchen ggf. einen gewissen Druck mit festen Terminen, andere können besser selbständig und ohne Lehrer lernen. 

Stand: 15.05.2019, 15:30