Cell-Broadcast

Warntag in Deutschland

Stand: 07.12.2022, 00:00 Uhr

Warntag in Deutschland. Dabei werden sämtliche Systeme getestet, mit der die Bevölkerung vor Gefahren und Katastrophen gewarnt werden soll. Auch das Handy spielt dabei natürlich eine wichtige Rolle. Und da gibt es etwas Neues. Katastrophen- und Gefahrenwarnung über "Cell-Broadcast".

Von Peter Kuttler

Warntag in Deutschland

WDR 4 Kuttler digital 07.12.2022 02:24 Min. Verfügbar bis 07.12.2023 WDR 4


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Benachrichigungen über Mobilfunkzelle

Cell-Broadcast-Benachrichtigungen sind im Prinzip Textnachrichten (ähnlich wie eine SMS), die einem in einer Gefahrensituation aufs Handy geschickt werden. Und zwar von Behörden des Bundes, den Ländern oder den Kommunen. Dabei geschieht die Kommunikation nicht wie bei der SMS von Person zu Person. Bei einer Warnmeldung über Cell-Broadcast wird die Nachricht einfach an alle verschickt, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer bestimmten Region in eine der über 200.000 Mobilfunkzellen in Deutschland eingebucht sind. Die Rufnummern der Mobilfunkteilnehmer sind dabei unerheblich.

Kompatibel mit neuen Handymodellen

Normalerweise sollten die Mobilfunkgeräte im Auslieferungszustand so eingestellt sein, dass Cell-Broadcast-Benachrichtigungen automatisch empfangen werden können. Wer sichergehen will, kann das in den Einstellungen überprüfen (z.B. unter "Notfall-Benachrichtigungen"). Eine spezielle Software zum Empfangen von Cell-Broadcast-Nachrichten ist nicht nötig, Datenvolumen braucht man auch keins. Das Ganze funktioniert nämlich sogar ohne Internetverbindung. Probleme könnte es allerdings geben, wenn das Handy sehr alt oder dessen Betriebssoftware nicht auf dem erforderlichen aktuellen Stand ist (updaten!).

Warn-Apps funktionieren weiter

Wer ein veraltetes und nicht mit Cell-Broadcast kompatibles Handy hat, der kann auch die offiziellen Warn-Apps des Bundes und der Länder installieren, "Katwarn" und "Nina". Diese bieten ebenfalls aktuelle Gefahren- und Katastrophenwarnungen. Das empfiehlt sich auch für alle anderen Smartphone-Nutzer. Die Apps bieten nämlich zusätzlich meist noch Karten und Grafiken zu den jeweiligen Gefahrensituation – sind also etwas ausführlicher und informativer.

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