Smartphone im Urlaub – Aktuelle Roaming-Regeln

Zwei Frauen sitzen mit Smartphone und Laptop am Pool

Smartphone im Urlaub – Aktuelle Roaming-Regeln

Von Peter Kuttler

Mit dem Smartphone surfen und telefonieren ist innerhalb der EU dank der geltenden Roaming-Regeln einfach und bequem. Grundsätzlich nutzen Verbraucher im Urlaubsland die gleichen Tarife wie zu Hause. Trotzdem gibt es immer noch Probleme und Kostenfallen.

Kuttler Digital - Aktuelle Roaming-Regeln

WDR 4 Kuttler digital 14.07.2021 02:18 Min. Verfügbar bis 14.07.2022 WDR 4 Von Peter Kuttler


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Auslandsoption nicht immer inklusive

Vor allem bei neueren Verträgen oder bei einem Vertragswechsel kann es vorkommen, dass die Auslandsoption nicht von vornherein aktiviert ist. Sie muss dann separat dazu gebucht werden, um im Ausland telefonieren und surfen zu können – Kostenpunkt: zwischen drei und zehn Euro pro Monat. Und: Die EU-Roaming-Regeln sind zwar allgemein gültig, wenn man jedoch mit seinem Anbieter einen eigenen Roaming-Tarif vereinbart hat, gilt stattdessen dieser – auch dann, wenn die dort vereinbarten Tarifkonditionen ungünstiger sein sollten.

Roaming-Regeln gelten in der EU nicht in ganz Europa    

In Ländern wie Norwegen, der Schweiz oder Großbritannien gelten die EU-Roaming-Regeln grundsätzlich nicht. Manche Mobilfunkanbieter beziehen jedoch solche Länder mit ein. Falls nicht, gelten dort oft deutlich teurere Auslandstarife. Wer Urlaub an der Grenze zu einem Nicht-EU-Land macht, etwa am Bodensee nahe der Schweiz, sollte darauf achten, dass sich das Handy nicht im Netz des Nachbarlandes einbucht. Sonst können ebenfalls Zusatzkosten anfallen.

Höhere Mobilfunkpreise bei Schiffsreisen möglich

Bei einer Schiffsreise, zum Beispiel einer Kreuzfahrt, gelten die EU-Roaming-Regeln nur dann, wenn man in das reguläre Mobilfunknetz eingebucht ist. Verlässt man den Hafen, wechselt das Handy irgendwann oft automatisch ins extrem teure Satellitennetz.

Die EU-Roaming-Regeln gelten zwar grundsätzlich, wenn man aber im Ausland deutlich mehr Daten verbraucht oder telefoniert als üblich, kann der Netzbetreiber trotzdem einen Aufschlag berechnen. Darüber wird man jedoch vorher in der Regel per Kurzmitteilung informiert.

Stand: 12.07.2021, 16:36