Radarwarner-Apps – Was ist erlaubt, was ist verboten

Radarwarner-Apps

Radarwarner-Apps – Was ist erlaubt, was ist verboten

Von Peter Kuttler

Der neue Bußgeldkatalog in Deutschland wird ab November in Kraft treten. Auf Verkehrssünder kommen dann deutlich höhere Strafen zu. Um Bußgeldern wegen zu schnellen Fahrens zu entgehen, benutzen manche Autofahrer Smartphone-Apps, die vor Radarfallen warnen.

Radarwarner-Apps – Was ist erlaubt, was ist verboten

WDR 4 Kuttler digital 20.10.2021 02:06 Min. Verfügbar bis 20.10.2022 WDR 4


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Blitzer-Warner sind erlaubt

Grundsätzlich darf man eine Radar-App auf seinem Smartphone installieren und benutzen. Während der Fahrt gilt Letzteres allerdings ausschließlich für Bei- und Mitfahrer. Sie können mit einem Blitzerwarner Radarfallen auf der Strecke ausfindig machen und auch den Fahrer darüber informieren. Entscheidend ist dabei, dass sie das aus eigener Initiative tun, also nicht vom Fahrer dazu aufgefordert worden sind.

Blitzer-App benutzen kann teuer werden    

Wer während der Fahrt Blitzerwarner (oder eine Navgations-App mit Blitzerwarner) benutzt hat und dabei erwischt worden ist, muss mit einem Bußgeld von 75 € und einem Punkt in der Verkehrssünderkartei (offizieller Fahreignungsregister) in Flensburg rechnen. Wenn man das Smartphone dabei in der Hand gehalten hat, kostet es 100 €. Allerdings darf man sich als Autofahrer vor der Fahrt mit einer Blitzer-App über Radarfallen auf der Strecke informieren.

 Der Verdacht genügt

Meistens werden Verstöße im Zusammenhang mit der Nutzung von Blitzer-Apps bei allgemeinen Verkehrskontrollen entdeckt. Wenn die Polizei den Verdacht hat, dass der Fahrer während der Fahrt eine Blitzer-App benutzt hat, darf sie dessen Handy entsprechend überprüfen. Sollte dies nicht möglich sein, weil die Bildschirmsperre aktiv ist, kann die Polizei das Smartphone auch beschlagnahmen.

Stand: 19.10.2021, 09:41

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