Gesundheits-Apps per Rezept

Tinnitus-App "Kalmeda"

Gesundheits-Apps per Rezept

  • Gesundheits-Apps zur Behandlung und Therapie
  • Fitness-Apps können von der Kasse (freiwillig) erstattet werden
  • Bei Verschreibung einer App: Patient muss nichts zuzahlen

App-Entwickler stehen in den Startlöchern

Von der Krankenkasse erstattet wird eine App, die die Behandlung von Tinnitus unterstützen soll und eine für Patienten mit bestimmten Angststörungen. Diese Apps sind vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn geprüft und freigegeben worden. Weitere 21 Apps werden zur Zeit geprüft und rund 75 Apps sollen demnächst zur Prüfung angemeldet werden.

Unterschiedliche Arten von Gesundheits-Apps 

Es gibt drei Arten von Gesundheits-Apps: Lifestyle-Apps (z.B. Fitnesstracker oder Ernährungs-Apps), Service-Apps (etwa zur Erinnerung an Medikamenteneinnahmen) und medizinische Apps, die der Diagnose oder Therapie einer Erkrankung dienen (bspw. der Auswertung von Blutzuckerwerten). Letztere können zur Erstattung zugelassen werden.

Erstattung per Freischalt-Code

Die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte freigegebenen Apps können vom Arzt wie ein Medikament verschrieben werden. Das vom Arzt ausgestellte Papierrezept schickt der Patient an seine Krankenkasse, per Mail oder Post. Die Krankenkasse sendet einen Zahlencode, der bei der Installation der App eingegeben werden muss (so wird die App freigeschaltet). Der Patient muss nichts zahlen, die Kasse rechnet mit dem App-Hersteller ab.

Kuttler digital: Gesundheits-Apps per Rezept

WDR 4 Kuttler digital 14.10.2020 02:21 Min. Verfügbar bis 14.10.2021 WDR 4

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Stand: 12.10.2020, 10:57